Gerichtshof hebt Kürtens Sperre auf

GAHLEN Mit Entscheid vom 10. Juli hat der internationale Sportgerichtshof CAS die vom Weltreitverband FEI gegen Springreiterin Jessica Kürten verhängte Startsperre mit Wirkung ab 15. Juli 2008 vorläufig ausgesetzt.

16.07.2008, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jessica Kürten kann nach Aufhebung der Sperre wieder starten.

Jessica Kürten kann nach Aufhebung der Sperre wieder starten.

„Im vorliegenden Fall“, so Jessica Kürten auf ihrer Internetseite, „geht es nicht um Doping, sondern um den Vorwurf einer unerlaubten Medikation.“ Das Labor LCH in Paris/Frankreich (offizielles Dopinglabor der FEI) behauptet, im Urin eines von Jessica Kürten im Mai 2007 beim CSIO La Baule gerittenen Pferdes Rückstände des Medikaments Etoricoxib gefunden zu haben.

Gestützt auf diesen Befund offerierte die FEI der Reiterin im Sommer 2007, das Verfahren gegen Bezahlung einer Buße von 750 Schweizer Franken einzustellen. Jessica Kürten lehnte ab, da sie sich keines Fehlverhaltens bewusst war. Sie bestritt die Richtigkeit des Analyseresul-tates und wies daraufhin, dass noch nie ein Pferd in ihrem Stall mit diesem ihr unbekannten Medikament behandelt worden ist. Um zu beweisen, dass das Analyseresultat entweder auf einer Probenverwechslung oder einer Fehlanalyse basierte, ließ sie über ihre Anwälte Dr. Ulf Walz (Basel) und Dr. Monika Gattiker (Zürich) verschiedene Anträge stellen. Die FEI wies alle diese Anträge ab und verurteilte die Reiterin mit Entscheid vom 7. Mai zu einer Buße von 1000 Schweizer Franken sowie zu einer zweimonatigen Startsperre.

Obwohl Jessica Kürten am 5. Juni beim Sportgerichtshof CAS gegen den FEI-Entscheid vorging, setzte die FEI die Sperre, die einem Berufsverbot gleichkommt, am 7. Juni weltweit in Kraft. Das CAS lehnte es ursprünglich ab, den FEI-Beschluss aufzuheben. Diesen Entscheid hat das CAS nun korrigiert. Jessica Kürten will nun am kommenden Wochenende beim Turnier im spanischen La Coruna starten.

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