So erlebte der neue Parcoursbauer „Gahlen 2020“

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Obwohl Marco Hesse schon Parcoure für Weltcup-Springen gebaut hat, war der 49-jährige Sachse nach seinem ersten Großen Preis in Gahlen dennoch sichtlich erleichtert.

von Ralf Weihrauch

Gahlen, Östrich

, 06.01.2020, 11:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marco Hesse, hat der Große Preis ihre Erwartungen erfüllt?

Die Reiter haben in etwa so abgeschnitten, wie ich es erhofft hatte. Sieben Nuller ist die Zahl, die man bei einem Feld von 38 Reitern anstrebt. Das heißt der, dass der Parcours nicht zu leicht und nicht zu schwer war.

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Was macht ein neuer Parcourschef anders, und wie planen Sie ihre Hindernis-Abfolge?

Jeder hat eine andere Handschrift und baut anders. Es ist speziell, wenn ich irgendwo zum ersten mal baue. Es reicht nicht, wenn man die Abmessungen der Halle hat. Erst, wenn man vor Ort sieht, wie die Halle tatsächlich gestaltet ist und wie die Zuschauer sehen, kann man sich ans Planen begeben. Erst dann ist ersichtlich, wie ich ich den Parcours bauen kann.

Vor dem Großen Preis hatte ich die meisten Reiter und Pferde schon gesehen. Die Beobachtungen haben mir bei der Planung sehr geholfen. Je hochklassiger das Feld ist, umso schmaler wird der Grat zwischen Herausforderung und Unfairness, und in Gahlen haben wir viele sehr gute Reiter.

Wie kam der Kontakt zu Gahlen zustande?

Über Eckart Hilker, der hier lange Jahre Parcourschef war. Ich habe mich gefreut, denn Gahlen ist ein in Deutschland herausragendes Turnier, weil es schon seit über 20 Jahren die erste große Veranstaltung im Jahr ist. Es liegt auf der Grenze der Hochburgen Westfalen und Niederrhein, darum nutzen viele hochklassige Reiter das Turnier als Vorbereitung für die folgenden ganz großen Turniere.

Wie viele Wocheneden im Jahr sind Sie unterwegs?

Parcoursbauer ist nicht mein Beruf, sondern ich bin in einem Bauunternehmen tätig. Ich schaue, dass ich auf 13 bis 15 Veranstaltungen im Jahr komme. Das können kleine Turniere sein, aber auch Weltcup-Springen.

Meist bin ich alleine, aber für Turniere wie Gahlen bringe ich meinen Assistenten Timo Stade mit. Wir sind ein eingespieltes Team, und mit den vielen tollen Helfern hier in Gahlen hat das Arbeiten wirklich sehr viel Spaß gemacht.

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