So viele Corona-Fälle reichen ab sofort zur Spielabsage

Fussball

Unter dem Eindruck der jüngsten Corona-Fälle in der Regional- und Oberliga hat der Westdeutsche Fußball-Verband seine Spielordnung verändert.

Schermbeck

, 02.09.2020, 14:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spielabsage Kreispokalfinale RE 2020

Am vergangenen Sonntag fiel das Recklinghäuser Kreispokalfinale wegen Corona-Verdachtsfällen beim SV Schermbeck aus. Mittlerweile ist die Oberliga-Partie des SVS in Holzwickede ebenfalls abgesagt. © Andreas Leistner

Nach mehreren Covid-19-Erkrankungen im Kader des SV Schermbeck musste die Saisonauftakt-Partie des SVS beim Holzwickeder SC abgesagt werden. Dasselbe geschah in der Regionalliga mit der Partie von Rot-Weiß Oberhausen.

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Weil bislang für derlei Fälle keine verbindlichen Regelungen verankert waren, konferierte der Fußballausschuss des Westdeutschen Fußball-Verbandes (WDFV) am Mittwochvormittag und besprach eine Anpassung seiner Spielordnung an die neuen Gegebenheiten.

In Paragraph 47 a hatte es dort bislang geheißen: „Die Spielleitende Stelle kann Spiele nur absagen oder verlegen, wenn verbandsseitiges Interesse oder höhere Gewalt vorliegen.“ In der Spielordnung des westfälischen Verbandes (FLVW) war der Passus der höheren Gewalt zuletzt schon mit dem Zusatz „auch Covid-Pandemie“ versehen gewesen. Der FLVW werde aber natürlich die Änderungen seines Dachverbandes übernehmen, kündigte FLVW-Pressesprecherin Meike Ebbert an.

Reduzierung auf drei Fälle

Den Vereinen stellte der FLVW diese auch bereits zu. Künftig reichen danach drei behördlich attestierte Corona- oder Quarantänefälle in einer Mannschaft für eine Spielabsage aus. Spieler, die positiv getestet aus dem Urlaub zurück kehren und zuvor 14 Tage nicht mit der Mannschaft trainiert haben, fallen nicht unter diese Regelung.

Fünf Tage nach Ablauf einer Quarantäne sollen betroffene Spieler wieder spielberechtigt seien. Fiele der fünfte Tag auf einen Spieltag, kann der Spielereingesetzt werden bzw. das Spiel stattfinden, wenn beide Vereine sich einverstanden erklären.

Video-PK mit Walaschewski und Schnieders

Für Donnerstagnachmittag hat der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen zu einer Video-Pressekonferenz eingeladen, bei der FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski und Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball, Fragen zum Saisonstart im westfälischen Amateurfußball beantworten. Neben der Änderung der Durchführungsbestimmungen will der FLVW dann auch einen Überblick über die Hilfsangebote für die Vereine geben.

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