Für diesen Dorstener wurde der Traum vom Nationaltrikot wahr

dzRadsport

Er begann seine Karriere beim SV Lembeck und wechselte dann zum RSC Dorsten. Jetzt startete Hendrik Epping bei der WM der Mountainbiker für Deutschland.

Dorsten

, 22.10.2019, 09:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hatte Hendrik Epping die Qualifikation zur Weltmeisterschaft der Mountainbiker im schweizerischen Grächen verpasst. Doch dann kam vom Bund Deutscher Radfahrer doch noch die frohe Kunde: „Du bist dabei!“

Der Verband honorierte damit die konstant guten Leistungen des 23-jährigen Dorsteners, der einst beim SV Lembeck erstmals mit dem Mountainbiken in Kontakt kam. 2014 fuhr er in der Jahreswertung auf Platz 41 der Rangliste der U19-Junioren.

Drei Jahre lang fuhr Epping in Lembeck als Junior und in der Altersklasse U23, dann wechselte er 2017 zum Rad-Sport-Club Dorsten.

Fürs BQ Cycling Team unterwegs

Längst ging er da auch schon fürs Focus Rapiro Racing Team an den Start, seit 2019 ist er als Elitefahrer fürs BQ Cycling Team am Start. Bei seinen drei Marathon-Teilnahmen in diesem Jahr fuhr er beim Waldhaus Bike-Marathon in Weilheim auf Platz 16. Es folgten zwei Rennen der MTB-Marathonserie des Weltverbandes UCI. Im französischen La Clusaz belegte Epping beim Alps Bike Festival Mitte Juni Platz 33, im tschechischen Holesov verbesserte er sich Ende desselben Monats auf Rang 25.

Grund genug für den Bund Deutscher Radfahrer, den jungen Dorstener, der inzwischen in Freiburg studiert, für die Weltmeisterschaft im MTB-Marathon Ende September nachzunominieren. Für Hendrik Epping die Erfüllung eines Traums. Denn einmal im Nationaltrikot für Deutschland an den Start zu gehen, war schon immer eines seiner Ziele gewesen.

Realistische Chancenbewertung

Bei allem Ehrgeiz schätzte er die Chancen auf eine ähnlich gute Platzierung wie bei den vorangegangenen Saisonrennen realistisch ein: Für ihn ging es in Grächen im Schweizer Kanton Wallis nur darum, internationale Erfahrung zu sammeln. Wenige Kilometer vom Matterhorn entfernt führte die WM-Strecke über 90 Kilometer mit 3900 Höhenmetern mitten durch die Alpen. Insbesondere die Abfahrten stellten die Teilnehmer dabei vor besondere Herausforderungen.

Insgesamt gingen 188 Fahrer an den Start, darunter zahlreiche Profis. Hendrik Epping startete von Platz 156 aus. Im Verlauf des Rennens bewies der Dorstener seine Qualitäten beim Bergaufklettern. Er konnte zahlreiche Fahrer überholen und hinter sich lassen und kam nach 5:20 Stunden als 112. mit 50 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister, ins Ziel.

„Insgesamt,“ so das Fazit des Dorsteners, „war die Teilnahme an der WM eine echte Erfahrung und macht Mut für die Aufgaben in der neuen Mountainbike-Saison.“

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