"Es bedeutet mir alles": Christina Honsel überglücklich nach dem Vize-Europameistertitel

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Hochspringerin Christina Honsel spricht im Interview über das Gefühl nach der Silbermedaille, warum sie zuerst keine Zeit hatte, zu feiern und wie sie ein Motivationsloch vermeiden will.

von Niklas Berkel

Dorsten

, 15.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Silbermedaille bei der U23-Europameisterschaft in Schweden für die Dorstenerin Leichtathletin Christina Honsel war überraschend. Sie selber hätte damit „nie im Leben“ gerechnet. Was für ein Gefühl dieser Erfolg ausgelöst hat und wie die nächsten Ziele aussehen, hat Honsel im Interview beantwortet.

Christina Honsel, was ist das für ein Gefühl, Vize-Europameister zu sein?

Es ist unglaublich. Ich bin in die EM reingegangen und hätte nie im Leben damit gerechnet, einen Medaillen-Platz zu erreichen. Da waren vier Zwei-Meter-Springerinnen gemeldet, da hatte ich keine Hoffnungen. Ich bin total happy über das Ergebnis.

"Es bedeutet mir alles": Christina Honsel überglücklich nach dem Vize-Europameistertitel

"Dieser Erfolg bedeutet mir alles", sagt eine überglückliche Christina Honsel (l.). © imago images / Beautiful Sports

Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg?

Er bedeutet mir alles. Die ganze harte Arbeit hat sich ausgezahlt. Ich war ja oft verletzt, musste mich immer wieder zurückkämpfen und mich immer wieder neu motivieren. Die Medaille bedeutet mir so viel. Vor allem, weil ich sie einfach nicht erwartet habe.

Haben Sie noch viel gefeiert nach dem Erfolg?

Erst einmal nicht, bis 23 Uhr war ich noch bei der Dopingkontrolle. Danach habe ich aber noch mit meinen Eltern, die auch da waren, und einigen Teamkollegen, die ebenfalls schon durch waren, gefeiert. Aber jetzt steht ja noch die Deutsche Meisterschaft an, da will ich mich jetzt noch darauf konzentrieren. Diese Woche mache ich erst einmal ein bisschen weniger, ab da richte ich dann die volle Kontentration auf die Deutsche Meisterschaft.

"Oft folgt nach so einem Höhepunkt ein Motivationstief. Das möchte ich unbedingt vermeiden."

Welche Ziele haben Sie für die Deutsche Meisterschaft im Kopf?

Oft folgt nach so einem Höhepunkt ein Motivationstief. Das möchte ich unbedingt vermeiden. Natürlich habe ich mir über die Deutsche Meisterschaft schon Gedanken gemacht und ich will auf jeden Fall an meinem Erfolg in Schweden anknüpfen, dann ist was drin. Ich weiß aber auch, dass es schwierig wird. Ob am Ende ein Medaillenplatz dabei raus springt, wird man sehen. Mir ist wichtig, gut zu springen und eine gute Platzierung zu erreichen.

Sie übertrafen Anfang des Jahres Ihre bisherige Bestleistung. Mit 1,92 Meter verbesserten Sie diese erneut. Was ist noch drin für Sie?

Ich hoffe, ich bleibe gesund. Wenn mein Fuß nicht wieder wehtut, dann könnte noch was drin sein. Wie viel noch drin ist weiß ich nicht, aber es könnte auf jeden Fall noch was gehen.

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