Erster Spatenstich für den Hardter Kunstrasen

Fußball

„Alea iacta est – die Würfel sind gefallen.“ Beim offiziellen Spatenstich für das Kunstrasenprojekt des SV Dorsten-Hardt verdeutlichte der Hardter Vorsitzende Gerd de Haas am Freitagmittag mit diesem Cäsar-Zitat sowohl, dass es für den Verein nun kein Zurück mehr gibt, als auch den ambitionierten Zeitplan des Projekts.

HARDT

, 29.04.2016, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erster Spatenstich für den Hardter Kunstrasen

Dem offiziellen Spatenstich am Freitag sollen auf dem Tennenplatz des SV Dorsten-Hardt nun zügig die Bauarbeiten für die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz folgen. Viel Luft haben die Hardter in ihrem Zeitplan dabei nicht.

Denn wenn am 9. Juli die 30. Sportplatz-Olympiade des SV Hardt eröffnet wird, dann soll das Kunstrasenspielfeld fertig sein, und zwar genau seit drei Tagen. Der 6. Juli ist der anvisierte Termin für den Abschluss der Arbeiten des Sportrasenherstellers. Los legt dieser am 20. Juni, eine Woche, nachdem die ab Montag beginnenden Erdarbeiten abgeschlossen sind.

Viel darf da nicht dazwischen kommen. Das betonte Gerd de Haas in seiner Begrüßungsrede, das bekräftigte auch Eckhard Vornbrock vom beauftragten Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen: „Regen wie in den letzten Tagen können wir gar nicht gebrauchen.“

Optimismus dominiert

Doch natürlich dominiert an der Storchsbaumstraße der Optimismus. „Ich freue mich, dass es endlich los geht“, sagte Gerd de Haas und dankte neben der Stadt Dorsten sowie den „Ankersponsoren“ Volksbank und Sparkasse Vest der Jürgen Salamon Stiftung.

Deren Vertreterin Katharina Salamon, Witwe des 2012 verstorbenen Unternehmers, bekräftigte, dass auch ihr Mann das Hardter Projekt sicher unterstützt hätte: „Nicht nur, weil er dem Fußball verbunden war, sondern weil es hier durch die Sportplatz-Olympiade auch um Hilfe für benachteiligte Kinder und Jugendliche geht. Dieses Projekt war das erste, das unsere Stiftung sich 2014 ausgesucht hat. Ich bin begeistert, dass es jetzt realisiert wird.“

Bürgermeister half

Wesentlichen Anteil an der Kooperation zwischen Stiftung und Sportverein hatte auch Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff. Er erinnerte sich am Freitag an den Besuch der Familie Salamon und die gemeinsame Suche nach Projekten, die von der Stiftung unterstützt werden könnten. Der Bürgermeister schlug den Hardter Kunstrasen vor.

Auch, weil er ein wenig unter Druck gestanden habe: „Sie wissen ja, wie das als Nachfolger ist. Da heißt es immer ,Ihr Vorgänger hat uns das versprochen‘ und das war auf der Hardt genauso.“ Doch natürlich sah Stockhoff auch die sachlichen Argumente für das Anliegen des Vereins: „Die Hardter wären ja sogar schon 2008 dran gewesen, haben aber damals zugunsten des SV Altendorf-Ulfkotte verzichtet.“

Auf der Zielgeraden

Jetzt geht das lange aufgeschobene Projekt also auf die Zielgerade und auch der Bürgermeister ist überzeugt, dass der eng gestrickte Zeitplan sich nicht negativ auswirkt. Im Gegenteil: „Ich bin ja von Hause aus Materialphysiker und mein Chef hat immer gesagt: Unter Druck entstehen Diamanten.“ Und Gerd de Haas zitierte zuversichtlich eine andere Physikerin: „Wir schaffen das!“

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