Erst gar nicht, dann doppelt - so schoss Milaszewski den SV Schermbeck zum Sieg

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Schermbecks Torjäger Dominik Milaszewski hat seine Durststrecke gegen die TSG Sprockhövel beendet. Der SV Rot-Weiß Deuten bleibt in der Landesliga 4 der Favoritenschreck.

von Ralf Weihrauch, Niklas Berkel, Armin Dille

Schermbeck, Dorsten

, 20.10.2019, 19:18 Uhr / Lesedauer: 3 min

Oberliga Westfalen

SV Schermbeck - TSG Sprockhövel

3:0 (2:0)

Dominik Milaszewski trifft wieder! Mit seinen ersten beiden Feldtoren in dieser Saison hat er den SV Schermbeck gegen Sprockhövel auf die Siegerstraße gebracht.

Auf dem tiefen, seifigen Schermbecker Rasen entwickelte sich erwartungsgemäß ein Kampfspiel. Das letzte Schermbecker Aufgebot startete ansehnlich in die Partie. Die erste große Chance des Spiels vergab Dominik Hanemann dessen Schuss der Gästekeeper mit einem tollen Reflex abwehrte (7.).

Milaszewski verwertet Hanemann-Zuspiel

Es blieb aber keine Zeit, Gedanken an die vergebenen Chancen der letzten Spiele zu verschwenden. Drei Minuten später bediente Hanemann mit einem langen Ball Dominik Milaszewski, der wieder den Ball über die Linie brachte. Die Schermbecker durften sich darauf aber nicht ausruhen. Die Gäste stellten in der Folgezeit die bessere Mannschaft. Schermbeck verlor die Bälle schon im Mittelfeld und befand sich meist in der Rückwärtsbewegung. SVS-Schlussmann Cedric Drobe verhinderte in der 21. Minute den Ausgleich durch Felix Casalino, und auch anschließend lag das 1:1 in der Luft.

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SV Schermbeck - TSG Sprockhövel

Stattdessen fiel wie aus dem Nichts das zweite Schermbecker Tor. Dominik Milaszewski bekam im Strafraum den Ball auf den Fuß, ließ seinen Gegenspieler aussteigen und schoss zum 2:0 ein (33.).

Die TSG war nun angezählt und brauchte Zeit zur Erholung. Erst kurz vor der Pause musste Drobe gegen Kaan Cosgun wieder eingreifen.

Rudolph trifft nur die Latte

Die zweite Halbzeit begann mit einem Lattenknaller Patrick Rudolphs aus 20 Metern, und Kilian Niewerth hätte den Abpraller fast noch zum 3:0 verwerten können (48.). Das war aber für lange Zeit die einzige Torchance der Begegnung. Sprockhövel hatte seinen Ehrgeiz wiedergefunden und drängte auf den Anschlusstreffer. Doch Schermbeck stemmte sich mit aller Macht gegen das 2:1. Die Hausherren nahmen jeden Zweikampf an, störten Sprockhövel bei jeder Ballannahme und verhinderten weitgehend einen Spielaufbau.

Innenverteidiger glänzten

Mit dem 2:0 im Rücken fielen die eigenen Fehler im Kurzpass-Spiel nicht mehr so ins Gewicht. Bei der Verhinderung des Anschlusstreffers leistete vor allem die Innenverteidigung mit Aldin Hodzic und Lukas Steinrötter eine exzellente Arbeit.

Thomas Falkowski brachte in der Endphase mit Evans Kissi, Mel Gerner und Henning Jacoby drei frische Spieler, die deutlich für Entlastung sorgten. Der junge Jacoby war es auch, der in der Nachspielzeit das 3:0 durch Aldin Hodzic vorbereitet.

Damit hat der SV Schermbeck den Sprung in die obere Tabellenhälfte geschafft und den Abstand zum Tabellenkeller vergrößert.

SVS: Drobe, Klimczok, Zugcic, Handemann (84. Jacoby), Kevin Rudolph (73. Kissi)), Milaszewski, Hodzic, Steinrötter, Patrick Rudolph, Niewerth, Göbel (77. Gerner).-

Tore: 1:0 Milaszewski (10.), 2:0 Milaszewski (33.), 3:0 Hodzic (90. +2).

Landesliga 4

Westfalia Kinderhaus - RW Deuten

2:3 (1:1)

Kinderhaus war der erwartet starke Gegner. Spielerisch erwiesen sich die Gastgeber als die bis dato stärkste Mannschaft der Liga. Dieses Urteil fällte vor dem Deutener Spiel unter anderem auch schon der Trainer des SV Hardt, Martin Stroetzel. Und auch gegen Deuten zeigten die Gastgeber in den ersten 30 Minuten eine dominante Vorstellung. Mike Liszka brachte Kinderhaus in Führung.

Doch zwei Standards halfen Deuten, ins Spiel zu finden. Erst köpfte Dennis Hubert nach einer Ecke zum Ausgleich ein (36.), dann verwerte Moritz Noetzel einen Abpraller nach einer Ecke aus der zweiten Reihe zum 2:1 (58.) für den Aufsteiger. Von halblinks drosch Noetzel das Leder in den rechten oberen Winkel.

Konter bringt das 3:1

Kinderhaus machte nun auf. Deuten boten sich mehr und mehr Konterchancen. Eine davon über Noetzel und Lukas Nolte verwertete Nils Fabisiak zum 3:1 (82.) für die Gäste. Doch Kinderhaus gab sich nicht auf, traf noch zum Anschluss durch Joschka Brüggemann (86.). Auch wenn die Gäste noch die eine oder andere brenzlige Situation überstehen mussten, blieb es aber beim 3:2 für Deuten.

RWD: Radüchel; E. Fell (52. Mueller), Swiatkowski (62. Nolte), Werner (52. Lachs), Noetzel (83. Polhuis), Fabisiak, Hubert, T. Goeke, J. Goeke, A. Fell, Frasheri

Tore: 1:0 Mike Liszka (11.), 1:1 Dennis Hubert (36.), 1:2 Moritz Noetzel (58.), 1:3 Nils Fabisiak (82.), 2:3 Joschka Brüggemann (86.).

SV Mesum - SV Hardt

4:0 (2:0)

Der Hardter Co-Trainer Tunahan Terzi fasste nach dem auf Samstag vorgezogenen Spiel zusammen: „Wir waren über 90 Minuten chancenlos.“ Nach einem Pass von links schaltete ein Hardter Verteidiger nicht schnell genug, Mesums Jan Walbaum nahm den Ball mit rechts an und schob ihn mit links ins Tor des Hardter Keepers Stefan Schröder zur frühen 1:0-Führung der Platzherren (19.). Die größte Hardter Chance vor der Pause hatte danach Jens Lensing nach einer Ecke, der SV-Torsteher konnte den Ball jedoch halten. Nach einem Hardter Ballverlust in der Abwehr brach ein Mesumer Angreifer auf rechts durch und flankte auf den am zweiten Pfosten blank stehenden Luca Schweder, der keine Mühe hatte, zum 2:0-Halbzeitstand für Mesum zu vollstrecken (35.).

In der Halbzeitpause umgestellt

Terzi stellte in der Halbzeitpause taktisch um und mit dem Wiederanpfiff hatten die Hardter eine gute Phase im Spiel. Nach einem klaren Foulspiel kam aber dann Mesum in Ballbesitz und Nils Wiethölter traf zum 3:0 für die Gastgeber (61.) – der Kuchen war gegessen. Weiter zeigte sich der SV Mesum agiler und geistig frischer. Gleich vier Angreifer beschäftigten die Hardter Verteidiger auch in der Folge mehr, als ihnen lieb sein konnte. Und Mesums Julian Wolf setzte dann mit seinem Tor zum 4:0-Endstand (65.) den Schlusspunkt.

Hardt: Schröder; Lensing, Heitbreder (66. Braun), Buda, Wellers, Haarmann, Beisenbusch (46. Moritz), Bromkamp (74. Winkler), Attris, J. Scheuch, Brefort.

Tore: 1:0 (19.) Walbaum, 2:0 (35.) Schweder, 3:0 (61.) Wiethölter, 4:0 (65.) Wolf.

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