Endlich - Wulfens Warten auf den Kunstrasen hat ein Ende

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Blau-Weiß Wulfen hat von der Stadt Dorsten grünes Licht für den Beginn des Umbaus des Tennenspielfeldes zu einem Kunstrasenplatz bekommen. Wir sprachen mit SC-Vorsitzendem Stefan Knieper.

Wulfen

, 21.10.2019, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stefan Knieper, am Freitag kam die frohe Kunde, aber wie? Per Mail oder Anruf?

Das war ein bisschen kurios. Beim Frühstücken traf ich morgens Sportkoordinator Michael Maiß, der mir sagte, dass das offizielle Okay auf dem Weg sei. Am Freitag kam dann auch die entsprechende Mail, am Samstag dann ein Brief mit der Post.

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Kunstrasen für Blau-Weiß Wulfen

Und wie geht‘s jetzt weiter?

Ich hatte am Montagmorgen ein Gespräch mit Markus Vornbrock von der Eckhard Vornbrock Garten- und Landschaftsbau GmbH. Wir müssen noch einige Vorarbeiten erledigen, aber er hat mir versichert, dass er am Mittwoch mit dem Abtragen der Asche anfangen kann.

Womit Sie dann bei schlechtem Wetter erst einmal ohne Platz dastehen könnten ...

Ja, das stimmt. Den Trainingsbetrieb müssen wir natürlich erst einmal anders organisieren. Wir haben da schon mit Rot-Weiß Deuten gesprochen, die uns wirklich sehr entgegen gekommen sind. Großes Lob und ein dickes Dankeschön schon mal an Deutens Vorsitzenden Norbert Höing. Natürlich gehen die eigenen Trainingszeiten für die Rot-Weißen vor, aber Deuten ist wirklich total kooperativ. Wenn wir jetzt noch einen weiteren Verein finden, der uns Zeiten zur Verfügung stellen kann, sind wir mit den Senioren und den älteren Jugendmannschaften schon sehr gut aufgestellt.

Und die jüngeren?

Minis und F-Jugend gehen ab November eh in die Halle. Bei E- und D-Junioren müssen wir schauen, wie wir auf unserem Rasenplatz oder der Trainingswiese trainieren können. Das ist natürlich auch eine Lichtfrage, denn dort haben wir ja kein Flutlicht.

Wir sind uns aber alle im Klaren: Wenn wir den Kunstrasen haben wollen, müssen wir vorübergehend halt Abstriche machen.

Wie sieht es mit dem Spielbetrieb aus?

Wir setzen natürlich auf gutes Wetter, sodass wir auf unserem Rasenplatz spielen könnten.

Einen Plan B gibt es also nicht? Bei schlechtem Wetter könnte ein ganz schöner Batzen an Nachholspielen anfallen ...

Nein, mit anderen vereinen haben wir nicht gesprochen. Da müsste dann ja auch deren Spielplan passen. Mit der ersten Mannschaft wären es aber bis Jahresende noch vier Heimspiele. Das wäre also selbst im schlechtesten Fall noch beherrschbar. Natürlich müssen wir da in Kontakt mit dem Staffelleiter bleiben.

Endlich - Wulfens Warten auf den Kunstrasen hat ein Ende

Blau-Weiß Wulfens Vorsitzender Stefan Knieper freut sich, dass das Projekt Kunstrasen auf die Zielgerade einbiegt. © Privat

Wann soll denn der Kunstrasen bespielbar sein?

Die Firma Vornbrock wird vier bis sechs Wochen brauchen. Die Frage ist, ob die Firma Polytan die eigentliche Kunstrasen-Aufbringung noch in diesem Jahr schaffen kann. Das hängt auch vom Wetter ab, denn Polytan braucht vor dem Beginn der eigenen Arbeiten eine Woche Trockenheit.

Am kommenden Montag wird ein Fachmann von Polytan vor Ort sein. Dann klären wir auch, ob die Firma ihre Mitarbeiter Mitte November in den Winterurlaub schickt oder nicht.

Wenn alles nach Wunsch läuft, wollen wir Ende des Jahres fertig sein. Dann könnte die Vorbereitung nach der Winterpause schon auf dem neuen Platz stattfinden.

Dann drücken wir ganz fest die Daumen!

Danke. Das war dann aber auch lang genug. Im Januar werden es drei Jahre, dass wir uns mit dem Projekt beschäftigen. Im Januar 2017 habe ich in Castrop-Rauxel das erste Kunstrasen-Seminar besucht. Das waren jetzt drei Jahre Hoffen und Bangen.

Dann noch einmal: Toi, toi, toi!

Vielen Dank!

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