Schermbecker Oberliga-Spiel gerät zur nächsten Corona-Posse

dzFußball

Das Oberliga-Spiel des SV Schermbeck beim FC Eintracht Rheine gerät zur nächsten Corona-Posse der Saison.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 27.10.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga Westfalen

Eintracht Rheine - SV Schermbeck

Mi. 19 Uhr, Bentlager Weg 40, 48431 Rheine

Der SV Schermbeck wird nun doch am Mittwochabend zum Oberliga-Spiel in Rheine antreten. Noch am Wochenende hatte es aus Rheine ganz andere Signale gegeben.

Rheine informierte über Corona-Verdacht

Das Spiel der Rheinenser gegen Paderborn am Sonntag wurde abgesagt, weil es einen Corona-Verdacht im Team gegeben hatte. Daraufhin hat der Eintracht-Coach Tobias Wehmschulte zu verstehen gegeben, dass wohl auch die Partie gegen den SVS nicht stattfinden werde.

Das Ganze hat sich mittlerweile zu einer Posse entwickelt, die Sleiman Salha so schildert: „Ein Spieler der Eintracht hatte flüchtigen Kontakt zu einer infizierten Person. Er hat sich daraufhin selber in Quarantäne begeben. Er bekommt aber keinen Test beim Gesundheitsamt, weil er keine Symptome hat.“ Staffelleiter Reinhold Spohn ist seit dem Montag nicht zu erreichen gewesen, sodass Salha sagt: „Das Spiel ist nicht abgesetzt, daher fahren wir nach Rheine.“

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Somit mussten die Schermbecker wieder einmal improvisieren. Salha hatte dem Team für den Dienstag trainingsfrei gegeben, musste es dann aber doch noch kurzfristig einberufen: „Wir müssen die Spieler ja irgendwie auf die Partie vorbereiten. Wir Trainer hatten gerade einmal eineinhalb Tage, um unsere Arbeit zu erledigen. Wir nehmen aber die Herausforderung an und wollen sie erfolgreich bewältigen.“

Klimczok und Niehoff sind gesperrt

Immerhin wird die Vorbereitung dadurch erleichtert, dass kein Spieler verletzt ist. Raphael Niehoff (fünfte gelbe) und Marek Klimczok (rotgesperrt) und auch Kevin Mule-Ewald werden allerdings nicht mit von der Partie sein. Die Trainingseinheiten seit dem 1:5 vor zehn Tagen in Münster seien sehr gut gewesen, so Salha: „Die Mannschaft ist sehr engagiert und trotzt den Umständen. Alle wollen endlich den ersten Saisonsieg.“ Doch dafür müsse man endlich die Chancen nutzen und sie nicht wie in Münster haufenweise liegen lassen.

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Vielleicht gelingt es ja bei der bislang schwächsten Abwehr der Liga, die bislang 25 Tore kassiert hat. Die Gastgeber holten aus neun Partien bislang sieben Punkte, nur drei mehr als der SVS aus sechs Begegnungen. Salha sieht die Eintracht aber besser als den Tabellenplatz: „Jannis Fraundörfer hat bei Viktoria Köln in der dritten Liga gespielt, Guglielmo Maddente ist ein richtig starker Fußballer, und Timo Scherping immer noch einer der gefährlichsten Stürmer in unsere Liga.“

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