Eine Gruppe – vier Mannschaften: Alle machen sich Halbfinal-Hoffnungen

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Mit den A-Kreisligisten TuS Gahlen, RW Dorsten, dem SV Lembeck und dem B-Kreisligisten Eintracht Erle ist die Gruppe C die ausgeglichenste. Alle vier haben ähnliche Voraussetzungen.

von Niklas Berkel

Dorsten

, 25.07.2019 / Lesedauer: 3 min

"Jeder kann jeden schlagen in dieser Gruppe", sagt TuS Gahlens Co-Trainer Dominik Seemann. In der ausgeglichensten Gruppe der Stadtmeisterschaft treffen drei A-Kreisligisten und ein B-Kreisligist aufeinander. Alle vier Teams – sowohl der TuS Gahlen, RW Dorsten und der SV Lembeck als auch B-Ligist Eintracht Erle – machen sich Hoffnungen auf die Endrunde. Klar sind die Gahlener als Bezirksliga-Absteiger favorisiert, doch auch die übrigen Mannschaften haben Qualität und wollen das Halbfinale der Stadtmeisterschaft erreichen.

"Für mich ist Lembeck die große Unbekannte."
Dirk Cholewinski, Trainer RW Dorsten

"Jeder weiß, welche Bedeutung die Stadtmeisterschaft hat", sagt der Kapitän des SV Lembeck, Steffen Fellner. Nach dem Umbruch im Sommer treten die Lembecker mit einem neuen Trainer und vielen Spielern an, die eigentlich noch A-Jugend spielen könnten. Doch Angst hat Fellner deshalb nicht. "Die machen alle einen sehr guten Eindruck", sagt er. "Da sind einige vielversprechende Talente dabei." Aber klar ist auch: Der SVL ist mit seiner jungen Mannschaft eine Wundertüte. So richtig weiß niemand, was er von den Schwarz-Weißen erwarten kann. Das sieht auch RW Dorsten-Trainer Dirk Cholewinski so: "Für mich ist Lembeck die große Unbekannte. Mit ihren A-Jugendlichen, den Abgängen und dem neuen Trainer kann ich sie überhaupt nicht einschätzen."

Der TuS ist der Favorit der Gruppe

Ähnliche Voraussetzungen wie der SVL, aber ein anderes Standing hat der TuS Gahlen in der Gruppe. Auch der TuS hat einen neuen Trainer und viele neue, junge Spieler. Trotzdem gilt er bereits als Favorit der Gruppe. Co-Trainer Seemann gibt eine eindeutige Zielsetzung vor: "Wir wollen weiterkommen." Er weiß aber auch, dass sich seine Elf dafür keinen Ausrutscher erlauben darf. Schließlich erreicht nur der Gruppensieger das Halbfinale am Samstag. TuS-Neuzugang Bastian Bruß ist optimistisch, dass seine Elf ins Halbfinale einzieht. "Die Stimmung ist aktuell überragend. Alle geben Vollgas, pushen sich untereinander und wollen das Maximale erreichen."

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Das will auch RW Dorsten. Doch Trainer Cholewinski warnt vor zu hohen Erwartungen. "Wir hatten bislang keine gute Vorbereitung. Viele können nicht so viel trainieren aufgrund ihrer Arbeit", sagt er. Luft für 90 Minuten habe seine Elf noch nicht. Aber die ist ja auch gar nicht nötig bei dem Modus der Stadtmeisterschaft. Auf 35 Minuten Spielzeit folgt eine Pause. Genug Zeit, um sich zu erholen. Das sieht auch Dorstens Abwehrchef Yannick Braß so: "Wir werden das schon schaffen, die Spiele durchzuhalten." Für Braß ist es wichtig, im ersten Spiel gut zu starten. "Gegen Lembeck muss unbedingt ein Sieg er, dann haben wir am Samstag gegen Gahlen die Chance, einen großen Schritt zu machen."

"Wir haben nicht den SVS, wir haben nicht die Hardt und auch nicht Deuten in der Gruppe. Da ist auf jeden Fall mehr möglich."
Jürgen Bülten, Trainer Eintracht Erle

Underdog ist der Gruppe ist Eintracht Erle. Trotzdem weiß auch Erles Trainer Jürgen Bülten, dass "in 35 Minuten alles möglich ist". Auch bei den Erlern verhält es sich wie bei ihren Gruppengegner: Ein neuer Trainer, viele neue Spiele, einige Abgänge. Viele routinierte Spieler der Eintracht sind in die dritte Mannschaft gegangen. Das ist eine Chance", sagt Bülten, "einen Neuanfang in der ersten Mannschaft zu machen." Einfach, dachten die Erler, wird er nicht. Doch die ersten Testspiele haben gezeigt, dass die neue Erler Elf konkurrenzfähig ist. Und vielleicht kann sie in der ausgeglichenen Gruppe C auch den einen oder anderen höherklassigen Gegner schlagen. "Wir haben nicht den SVS, wir haben nicht die Hardt und auch nicht Deuten in der Gruppe", sagt Trainer Bülten. "Da ist auf jeden Fall mehr möglich."

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