Ein Dorstener will mit Recklinghausen den Derbysieg

dzBasketball

Philipp Spettmann hat bei der BG Dorsten die ersten Körbe geworfen. Am Samstagabend trifft er mit den Citybaskets Recklinghausen auf seinen alten Club.

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 29.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Derbys im Kreis Recklinghausen haben auch immer etwas mit einem Wiedersehen zu tun. Die meisten Spieler kennen sich untereinander schon eine lange Zeit aus den vielen Aufeinandertreffen gegeneinander. Nicht wenige haben auch schon das Trikot des jeweiligen Gegners getragen. So auch Philipp Spettmann, der am Samstagabend mit den Citybaskets Recklinghausen gegen seine alten Teamkameraden der BG Dorsten antritt.

Dorsten ist die basketballerische Heimat des Zwei-Meter-Mannes, der gerade 28 Jahre alt geworden ist. In der Juliushalle hat er im Alter von zehn Jahren unter Trainerin Katy Cichon seine ersten Körbe geworfen. Aufgrund seiner Größe − er war schon damals zwei Köpfe größer als seine Mitspieler − war ihm die Rolle des Centers auf den lieb geschneidert.

Nachdem er mit den BG-Herren unter Trainer Alois Buschmann in die 1. Regionalliga aufgestiegen war, wechselte Spettmann gleich zwei Ligen höher nach Essen in die Pro A.

Rückkehr in der Pro B

Mit dem Aufstieg der BG in die ProB kehrte er zurück nach Dorsten, nach dem Abstieg mit Trainer Torsten Schierenbeck wollte er nicht mehr lange in Dorsten bleiben. Die Aussichten, wieder in der Pro B Basketball zu spielen, lockten ihn nach Recklinghausen. Er blieb den Citybaskets treu, auch nachdem sie wieder in Regionalliga abgestiegen waren.

Die Aufeinandertreffen sind für den Powerforward immer noch eine besondere Sache, sie können aber auch sehr schmerzhaft sein. So verloren die Recklinghäuser in der Hinrunde bei der BG Dorsten mit 65:77. Das spornt Spettmann natürlich an, denn vor der Saison war nicht damit zu rechnen, dass sein alter Club sich viel besser schlagen würde als er mit den Citybaskets. Die Recklinghäuser haben eine doch etwas enttäuschende Saison hinter sich und liegen mit sechs Siegen weniger als die BG Dorsten gerade einmal auf dem siebten Platz. In den letzten beiden Saisonspielen können Philipp Spettmann und seine Teamkameraden ihre Platzierung nicht mehr verbessern und schon gar nicht die BG Dorsten einholen. Von den bislang drei Vestderbys hat Recklinghausen noch keines gewonnen. So wäre ein Erfolg über seinen alten Club ein Trostpflaster, das Philipp Spettmann gerne mitnähme.

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