„Ein anderer Verein kam nicht in Frage“

dzFussball

Nach sechs Jahren kehrt Jannis Scheuch zum SV Dorsten-Hardt zurück. Der 28-Jährige stieg 2019 mit Haltern in die Regionalliga auf, kann dort aber aus beruflichen Gründen nicht spielen.

von Ralf Weihrauch

Hardt

, 19.06.2019, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Welchen Beruf erlernen Sie, dass der Fußball zurückstehen muss?

Ich mache eine Ausbildung zum Golflehrer im Golf-Club Haus Leythe in Gelsenkirchen. Wir arbeiten oft nachmittags und vor allem samstags. Da die Begegnungen der Regionalliga aber für samstags um 14 Uhr angesetzt sind, könnte ich so gut wie nie spielen.

Sie kehren dann sozusagen in Ihre Heimat zurück?

Das stimmt, und ein anderer Verein wäre nicht in Frage gekommen. Ich habe in der Jugend auf der Hardt gespielt. Martin Schmidt hat mich im zweiten A-Jugend-Jahr in die erste Mannschaft hochgezogen. Wir sind in die Westfalenliga aufgestiegen, mit Heiko Sulzbacher abgestiegen und 2013 mit Marc Wischerhoff wieder aufgestiegen. In dem Jahr bin ich mit Kevin Mule-Ewald nach Schermbeck gewechselt und dann 2017 nach Haltern gegangen.

Ich kenne an der Storchsbaumstraße aber immer noch das gesamte Umfeld. Nun werde ich mit meinem Bruder Niklas in einer Mannschaft spielen. Dann brauchen unsere Eltern auch nicht mehr zu überlegen, auf welchen Platz sie gehen.

War das Niveau, auf dem Sie in Haltern gespielt haben, etwas ganz anderes, als das, das Sie vorher kannten?

Nun, die Spielweise hat sich in einigen Punkten von der Schermbecker unterschieden, war aber im Großen und Ganzen dieselbe. Wir hatten aber qualitativ eine tolle Truppe. Ich würde auch gerne mit dieser Mannschaft ein Jahr in der Regionalliga spielen und die Atmosphäre in den großen Stadien genießen. Der Beruf geht aber vor.

Was erwarten Sie auf der Hardt?

In der Landesliga wird auch guter Fußball gespielt, und ich will auch weiter auf gutem Niveau spielen.

Ich habe vor der Mannschaftsvorstellung gar nicht genau gewusst, welche Spieler nun wirklich kommen. Ich hatte allerdings ein paar Gespräche mit Trainer Martin Stroetzel und der sportlichen Leitung, in der wir über die sportliche Seite gesprochen haben. Ich habe in all den Jahren immer mitbekommen, dass die Mannschaft gegen den Abstieg gespielt hat, obwohl alle gesagt haben, dass das Potenzial deutlich höher ist. Ich will nun mithelfen, dass wir diese Potenzial auch einmal abrufen können.

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