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Dorstens Trainer Franjo Lukenda spricht über den WBV-Pokalsieg und die Saison

dzBasketball

Der Gewinn des WBV-Pokals ist der größte Erfolg der BG Dorsten seit vielen Jahren. Trainer Franjo Lukenda blickt im Interview auf die zwei Spiele und seine ersten 18 Monate bei der BG zurück

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 15.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Franjo Lukenda, haben Sie den Sieg noch lange gefeiert?

Es gab die Feier nach dem Spiel und auch im Bus. Allerdings mussten fast alle arbeiten, sodass die meisten wohl gegen eins Zuhause gewesen sein dürften.

Hatten Sie den Pokalsieg schon am Freitagabend als perfekt angesehen?

Das wäre falsch gewesen. Ich kenne die Offensivstärken der Grevenbroicher und weiß auch, was im Basketball alles passieren kann. Man kann aber nicht vermeiden, dass so ein großer Vorsprung immer im Hinterkopf spukt. Das hat man der Mannschaft auch angemerkt, der am Sonntagabend ein bisschen die Leichtigkeit gefehlt hat. Auch ich habe viel öfter auf die Uhr geschaut als ich es sonst tue.

In den entscheidenden Augenblicken, als es nicht gut lief, haben aber die erfahrenen Spieler die Akzente gesetzt. Da trifft Romeo Bakoa zwei Dreier, Rene Penders trifft aus der Distanz, und vor der Pause gelingt Nderim Pelaj ein Buzzer-Beater.

Was ist am Pokal das Besondere?

Als Mannschaft will man etwas gewinnen, das ist viel schöner als einen guten Tabellenplatz zu erreichen oder ein Derby gegen Herten zu gewinnen. Der Wettbewerb ist wie für meine Mannschaft gemacht. Wir haben nicht das höchste Budget, nicht die längste Bank und auch nicht auf jeder Position die besten Spieler der Liga.

Aber wir haben ein Zusammengehörigkeitsgefühl und eine Spielleidenschaft. Das hat den Unterschied ausgemacht. Wir haben das harte Halbfinale gegen Herford durch einen unbändigen Siegeswillen für uns entschieden, und so war es auch gegen Grevenbroich.

Sie haben auch als Trainer eine unglaubliche Entwicklung gemacht ...

Das stimmt tatsächlich. Vor vier Jahren habe ich die vierte Mannschaft des TuS Herten in der Kreisliga trainiert. Als ich die BG Dorsten übernommen habe, saßen 80 Zuschauer in der Halle und wir haben gegen den Abstieg gekämpft. Am Freitag waren 900 Zuschauer auf der Tribüne und wir sind Pokalsieger.

Wieviel Anteil daran hat der Trainer?

Ich bin mit viel Enthusiasmus dabei und habe volles Vertrauen in das Team. Das merken die Spieler und vertrauen auch mir. Ich bin ja gerade erst 31 und somit nur ein Jahr oder zwei Jahre älter als Nderim Pelaj, Willi Köhler oder Gerrit Budde. Da ist es nicht selbstverständlich, dass man als Coach hundertprozentig akzeptiert wird.

Sie hatten auch ein glückliches Händchen bei der Team-Auswahl ...

Das stimmt! Alle jungen Spieler sind bombig eingeschlagen, und Import Mike Nwabuzor wurde gleich Top-Scorer der Liga. Zudem sind wir vom Verletzungspech verschont geblieben. So haben wir mit einem kleinen Budget großen Erfolg gehabt. Das ist nicht selbstverständlich.

Wird der Pokalsieg einen nachhaltigen Effekt haben?

Nach dem Spiel in Grevenbroich sprach mich jemand an. Er sagte, dass er seit der Abmeldung der Damen aus der DBBL nicht mehr beim Basketball war. Er habe aber die beiden Finals gesehen und will nun wiederkommen. Ich hoffe, dass sein Beispiel Schule macht und wir neue Fans gefunden haben, und vielleicht auch für Sponsoren interessanter geworden sind.

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