Sportausschuss befürwortet Hallen-Neubauten

Sportpolitik in Dorsten

Der Bau zweier neuer Sporthallen soll zügig in Angriff genommen werden. Deshalb tagte vor den Kommunalwahlen noch einmal der Sportausschuss – und gab trotz einiger Nachfragen grünes Licht.

Dorsten

, 07.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dorstens Sportausschuss tagte in der Aula des Gymnasium Petrinum

Am Donnerstag war’s der Sportausschuss, doch in der Aula des Gymnasium Petrinum werden demnächst auch andere Ausschusssitzungen stattfinden. © Andreas Leistner

An der Zustimmung des Sportausschusses zu den geplanten Neubauten einer Vierfachhalle in Holsterhausen sowie einer Einfachhalle in Wulfen gab es bei der Sitzung am Donnerstag in der Petrinum-Aula keinen ernsthaften Zweifel. Und auch bei kleineren Nachfragen machte Bürgermeister und Sportdezernent Tobias Stockhoff deutlich, dass die Planungsvorlagen zu den beiden Projekte, die Teil der im vergangenen Herbst und Winter beschlossenen Sporthallenstrategie sind, im Grunde nicht mehr zur Disposition stehen.

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Zur Frage, warum beim Bau der Vierfachhalle in Holsterhausen nicht zuerst der Standort festgelegt werde, um daran die Maße der Halle auszurichten, erklärte Stockhoff, dass städtische Planungskapazitäten geschont werden könnten, wenn man zunächst den Raumbedarf ermittle. So fielen einige Flächen automatisch weg und müssten nicht erst geprüft werden. „Aber natürlich wird die Halle in der Nähe der alten Juliushalle entstehen. Allzu viele Flächen, die in Frage kommen, gibt es da ja nicht.“

“Planungen wurden frühzeitig abgeklärt“

Im Fall des Ersatzbaus für die Wulfener Matthäushalle versprach der Bürgermeister zwar, noch einmal zu prüfen, ob die neue Halle am geplanten Standort auf der Trainingswiese der Wittenbrink-Sportanlage im Vergleich zur umliegenden Wohnbebauung nicht zu wuchtig sei. Stockhoff stellte aber auch entschieden fest: „Die entsprechenden Planungen wurden beispielsweise mit den Fußballern des SC Blau-Weiß Wulfen frühzeitig besprochen und abgeklärt.“

Das Schulhofgelände der Montessorischule neben der alten Matthäushalle komme für die Stadt als Alternativ-Standort nicht in Frage: „Eventuell kommt es hier ja einmal zu einer Erweiterung der Schulgebäude. Außerdem steht das Gelände noch zu Wohnbaupreisen in den Büchern.“

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Wie erwartet fasste der Sportausschuss also den Grundsatzbeschluss zum Bau beider Hallen. Nach dem Gang durch den Rat fällt der endgültige Startschuss zum Beginn der Bauphase dann im Bauausschuss. Die Halle in Holsterhausen soll Ende 2023, die in Wulfen ein Jahr früher fertiggestellt werden.

2022 sollen auch die Mittel des NRW-Förderprogramms „Moderne Sportsttätten 2022“ fließen. Bis es so weit ist, muss der Stadtsportverband aber noch eine Prioritätenliste der eingegangenen Anträge erstellen. Die 17 Projekte umfassen insgesamt 3,5 Mio Euro, zur Verfügung stehen aber nur ca. 1,1 Mio. SSV-Vorstandsmitglied Michael Maiß warnte deshalb: „Wir werden nicht alle zufrieden stellen können.“

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