Dorsten Reapers gingen weit über ihre Grenzen und arbeiten wie Profis

dzAmerican Football

In weniger als acht Wochen starten die Dorsten Reapers nach fast drei Jahren in den Ligabetrieb. Ihr Trainingscamp über zwei Tage lieferte wichtige Antworten, wo die Reapers stehen.

von Niklas Berkel

Wulfen-Barkenberg, Altendorf

, 05.03.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Viel Wissen in kurzer Zeit vermitteln“, das sagte der neue Trainer der Dorsten Reapers, Markus Spangenberg, in einem Interview. Beim Trainingscamp am vergangenen Wochenende in Altendorf sollte genau das gelingen. Ob es gelungen ist? Die Spieler jedenfalls gingen weit über ihre Schmerzgrenzen hinaus. Außerdem wird bei den Reapers nun unter Profibedingungen gearbeitet.

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Wo stehen die Reapers? Das war die entscheidende Frage für die neuen Headcoaches des Football-Vereins, Markus Spangenberg und Jens Fay. Fast drei Jahre Anlaufzeit brauchte der Verein, nun startet er endlich in der Liga. Doch die Vorbereitung sei viel zu kurz, beklagte Spangenberg. Im Trainingscamp in Altendorf wollte er nun viel Wissen in kurzer Zeit vermitteln. „Und das gelang den Coaches gut“, sagt der Reapers-Vorsitzende, Dirk Pech.

Auf den Quarterback lastet der meiste Druck. Er führt das Team über das Spielfeld und ist für Punkte zuständig.

Auf den Quarterback lastet der meiste Druck. Er führt das Team über das Spielfeld und ist für Punkte zuständig. © Ralf Pieper

Am Samstag kam extra für die Offense-Line eine Spezial-Schule aus Düsseldorf, die Llanos Performance (LLP). Da die O-Liner, wie diese Spieler genannt werden, mit eine der wichtigsten Positionen bekleiden, wurden bei ihnen Extra-Schichten eingelegt. Sie schützen nämlich den Quaterback, der dafür zuständig ist, sein Team über das Spielfeld und damit zu Punkten zu führen. „Wir waren von der Expertise dieser Schule richtig begeistert“, freut sich Pech.

Aber auch die anderen Spieler arbeiteten hart. „Unsere Trainer haben die richtig rangenommen“, so der Vorsitzende. „Alle Spieler gingen weit über ihre Schmerzgrenze. Die ersten, bei denen die Muskeln zumachten, mussten erst am Sonntagnachmittag, am zweiten Tag des Camps, aufhören.“

Jeder Laufweg, jeder Passweg, jeder Block muss beim American Football genau abgestimmt sein. Deshalb hören die Reapers bei den Anweisungen ihrer Coaches genau hin.

Jeder Laufweg, jeder Passweg, jeder Block muss beim American Football genau abgestimmt sein. Deshalb hören die Reapers bei den Anweisungen ihrer Coaches genau hin. © Ralf Pieper

Der Headcoach der Dorsten Reapers, Markus Spangenberg fehlte zwar krankheitsbedingt, aber sein Defense-Headcoach, Jens Fay, war dafür umso zufriedener, berichtet Pech. „Die Trainer haben gesehen, wie weit und wie fit die Jungs sind.“ Bis zum Ligaauftakt Ende April haben die Reapers nun noch knapp acht Wochen, um sich vorzubereiten.

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Dass die Reapers aber nicht unvorbereitet in ihre erste Saison starten, darf erwartet werden. Zwei Ernährungsberater und eine Physiotherapeutin haben individuelle Ernährungs- und Fitnesspläne aufgestellt. Der Running-Back- und Kicking-Coach Dominik „Natti“ Nattkämper und die Physiotherapeutin Anna Janzon haben beide auch Ausbildungen als Ernährungsberater.

Nur wenn der Block sitzt, ist es entweder der Offense möglich, einen Laufspielzug zu machen, oder der Defense möglich, den Quarterback unter Druck zu setzen.

Nur wenn der Block sitzt, ist es entweder der Offense möglich, einen Laufspielzug zu machen, oder der Defense möglich, den Quarterback unter Druck zu setzen. © Ralf Pieper

Worauf sie achten müssen? Auf so einiges. Weil die Positionen beim American Football so verschieden sind, unterscheidet sich jeder Plan pro Position signifikant. „Die leisten aber richtig gute Arbeit“, lobt Pech. Bei den Reapers wird also unter richtigen Profibedingungen gearbeitet.

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