Dirk Cholewinski ist neuer Trainer beim A-Kreisligisten RW Dorsten

dzFußball: Kreisliga A

Nur knapp vier Wochen nach seiner Freistellung beim TuS Gahlen übernimmt Dirk Cholewinski zur neuen Saison einen neuen Posten. Er erklärt, was ihn an der Aufgabe bei Rot-Weiß Dorsten reizt.

von Niklas Berkel

Dorsten

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min

"Dass es so schnell geht, damit hätte ich nie gerechnet“, sagt der Fußball-Trainer Dirk Cholewinski. Knapp vier Wochen, nachdem ihn der Bezirksligist TuS Gahlen entlassen hat, hat der B-Lizenz-Inhaber einen neuen Verein gefunden. Cholewinski übernimmt nach der Saison das Traineramt beim A-Kreisligisten RW Dorsten. Er folgt auf Udo Kehren, der dem Verein als Sportlicher Leiter erhalten bleibt. „Dirk war mein absoluter Wunschkandidat,“ sagt Kehren.

Eine Horror-Saison hinter sich

Cholewinski kam erst mitten in der Saison nach Gahlen, bereits nach 19 Spieltagen war für den Trainer wieder Schluss. Davor trainierte er für etwas länger als ein Jahr den A-Kreisligsiten ETuS Haltern. Für Cholewinski war die Spielzeit 2018/19 eine Horror-Saison. Den ETuS verließ er auf dem letzten Platz für die Aufgabe beim TuS. Beim TuS musste er mitten im Abstiegskampf gehen.

Deswegen bedeutet für ihn der Schritt zum Jahnsportplatz ein Neuanfang. „Ich freue mich auf die Aufgabe. Und die schnelle Anfrage zeigt mir auch, dass ich in den letzten Monaten nicht alles falsch gemacht habe“, sagt Cholewinski. Das sieht auch sein neuer Sportlicher Leiter und Vorgänger Kehren so: „Dirk ist ein guter Typ. Menschlich befinden wir uns auf einer Wellenlänge.“ Dazu sieht Kehren den sportlichen Sachverstand vorhanden: „Dirk hat die Trainer-B-Lizenz und Oberliga gespielt: Er ist der richtige Mann für unsere Mannschaft.“

Cholewinski will längerfristig arbeiten

Für Cholewinski war es wichtig, einen Verein zu finden, bei dem er längerfristig arbeiten kann. „Nach den zuletzt so kurzen Stationen wollte ich wieder irgendwo auf längere Zeit arbeiten, eine Mannschaft aufbauen“, erklärt er. Für Kehren ist RW Dorsten der richtige Verein dafür. „Frank Schiel war vier Jahre da, dann kam Steffen Weffers für drei Jahre. Ich selber war danach auch drei Jahre Trainer hier. Man sieht“, sagt Kehren, „dass ein Trainer hier langfristig was bewirken kann.“

RW Dorsten hat keine Abgänge

Was Cholewinski außerdem an der Aufgabe beim FC reizt, ist die Tatsache, dass die Mannschaft komplett zusammenbleibt. „Dass die Mannschaft Fußball spielen kann, konnte ich die vergangenen Jahre sehen. In der Hinrunde spielte sie eigentlich immer oben mit“, erklärt er. Erst in der Rückrunde brachen die Rot-Weißen − so auch in dieser Saison − ein. Der Grund war oft der kleine Kader.

Den aber verstärkt der FC. „Fünf externe Neuzugänge sind schon sicher“, verspricht Kehren, „vielleicht kommt noch einer dazu.“ Aus der A-Jugend stoßen außerdem drei weitere Spieler in den Kader der ersten Mannschaft. „Das Potenzial ist da“, sagt Cholewinski, „wir wollen sehen, wie ich diese Mannschaft weiter entwickeln kann und wo wir in zwei Jahren stehen.“

Ein Kommentar vom Mitarbeiter Niklas Berkel

Dass Dirk Cholewinski so kurz nach seiner Entlassung beim TuS Gahlen einen neuen Verein gefunden hat, mag überraschen. Schließlich war der B-Lizenz-Inhaber bei seinen vergangenen zwei Stationen nicht vom Erfolg verfolgt.

Doch die ausbleibenden sportlichen Ergebnisse waren das Einzige, was Cholewinski vorzuwerfen war. Menschlich, heißt es aus den Vereinen, verhielt sich der Trainer immer vorbildlich. Und erklären lassen sich die schwachen Ergebnisse auch: Beim ETuS verließen viele wichtige Stützen den Verein im Sommer, Ersatz fand der Verein nicht. In Gahlen musste er die Abgänge von Spielgestalter Milan Dehnen und Torjäger Uwe Sokolowski auffangen − zwei Garanten für den Aufstieg im vergangen Jahr. Insofern hat es Cholewinski aufgrund seiner menschlich vorbildlichen Verhaltensweise nur verdient, sich bei einer eingespielten Mannschaft zu beweisen.

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