Die große Zwischenbilanz: So lief die Hinrunde der heimischen Basketballer

dzBasketball

Die Herren der BG Dorsten haben schon die ersten Rückrundenspiele absolviert, die restlichen Teams starten am nächsten Wochenende in die zweite Saisonhälfte. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Dorsten, Wulfen

, 23.01.2019 / Lesedauer: 4 min

1. Regionalliga West

Mike macht‘s
Die Herren der BG Dorsten spielen bislang eine Saison, die ihnen in dieser Form nur wenige zugetraut hatten. Statt nach unten blicken zu müssen, waren die Dorstener zwischenzeitlich sogar ernsthaftester Verfolger von Spitzenreiter ART Giants Düsseldorf. Einer der Gründe dafür ist US-Aufbauspieler Mike Nwabuzor. Erst unmittelbar vor Saisonbeginn verpflichtet, erwies sich das Kraftpaket schnell als Glücksgriff. Nwabuzor überzeugt mit Korbgefahr und kann auch seine Nebenleute einsetzen.

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Mike Nwabuzor wurde kurz vor dem Saisonbeginn verpflichtet. © Joachim Lücke



Budde ackert
Der Körper zwickte auch in dieser Saison wieder. Doch Gerrit Budde ackert bei der BG wie eh und je. Zweistellig punkten ist nicht sein Ding. Dafür sammelt keiner mehr Rebounds oder Blocks.

Voca überzeugt
Abnor Voca spielt mit seinen 20 Jahren bei der BG eine ausgezeichnete Rolle. Als auf der Centerposition Not herrschte, schloss er die Lücke problemlos. Nicht umsonst wurde Bochum aufmerksam.

Die Jugend lässt hoffen
Andreas Altekurse ist einer der jungen Hoffnungsträger, die aus der eigenen Jugend der BG hervorgegangen sind und nun in der ersten Mannschaft spielen. In der JBBL und NBBL bewies er schon seine Qualitäten, doch auch die Umstellung auf den Senioren-Basketball mit seiner deutlich höheren Physis und „abgezockten“ Gegenspielern ist dem Aufbau- und Flügelspieler gut gelungen. Zusammen mit Leo Hohmann ist er ein Wechsel für die Zukunft, in der BG-Vorsitzender Thomas Klings das Team in der Pro B sieht.

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Andreas Altekurse (l.) ist einer der jungen Hoffnungsträger bei der BG. © Ralf Pieper

2. Regionalliga 2

Der BSV marschiert als Team

Die Herren des BSV Wulfen schicken sich an, im Jubiläumsjahr des 50-jährigen Bestehens des Vereins die lang ersehnte Rückkehr in die 1. Regionalliga zu schaffen. Elf Spiele, elf Siege lautet die Bilanz des BSV. Einer der Gründe: In der Mannschaft von Trainer Predrag Radanovic kann sich jede Woche ein anderer Akteur in den Vordergrund spielen. Die Wulfener sind schwer ausrechenbar und sie agieren als Team. Die Stimmung ist bestens, der Knaller zum Rückrundenstart gegen Hamm kann kommen.

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Die Wulfener agieren in dieser Saison als Team. © Joachim Lücke

Neue stechen
Die Neuzugänge des BSV wie Steffen Piechotta sind allesamt gut eingeschlagen. Die Tiefe des Kaders macht den Tabellenführer stark und hilft, auch die knappen Spiele zu gewinnen.

Lenker & Scorer
Der Amerikaner Bryant Allen hat sich auch schon Auszeiten genommen. Doch in den wichtigen Spielen war der Aufbauspieler da und hat die Erwartungen als Lenker und Scorer vollauf erfüllt.

Radanovic hat alles im Griff
Trainer Predrag Radanovic, der in Wulfen im Sommer die Nachfolge von Marsha Owusu Gyamfi übernahm, war bis dahin in höheren Ligen noch ein wenig beschriebenes Blatt. Der BSV ging bei ihm dasselbe Risiko ein, das er schon bei den jungen Trainern Markus Zöllner und Philipp Kappenstein eingegangen war − und wurde dafür erneut belohnt. Radanovic genießt in Vorstand und Mannschaft Ansehen und hat bislang auch in den knappen Spielen stets das richtige Taktik-Näschen bewiesen.

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Predrag Radanovic (r.) genießt in Vorstand und Mannschaft Ansehen. © Joachim Lücke

Ober- und Landesligen

BG-Damen stehen vor dem Abstieg
Den Oberliga-Damen droht der Abstieg in die Landesliga. Ja, eigentlich steht er schon fast fest. Denn auf den möglicherweise rettenden zehnten Platz hat die BG schon fünf Punkte Rückstand. Um die Konkurrenz zu überholen, müsste Dorsten also drei Spiele mehr gewinnen. Nach den bisherigen Ergebnissen fehlt dazu der Glaube. Der Mannschaft gefällt das natürlich auch nicht. Doch sie war ohnehin mit der Maßgabe in die Saison gegangen, das Ganze locker anzugehen, und trainiert nur einmal die Woche. Kommende Saison heißen die Dorstener Gegner dann wohl Erle und Wulfen.

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Eigentlich steht der Abstieg der Dorstenerinnen schon fest. © Ralf Pieper

Neue Verantwortung
Der BSV Wulfen musste vor Saisonbeginn den Abgang mehrerer Leistungsträgerinnen verkraften. Der neue Coach Donato Briganti musste feststellen, dass sich die verbliebenen Spielerinnen erst daran gewöhnen müssen, dass die besten Werferinnen der Vorsaison nicht mehr da sind und die Verantwortung im Spiel ganz neu verteilt werden muss. Der Mittelfeldplatz ist dennoch ungefährdet.

Erle will Revanche
Zu Saisonbeginn lief es hervorragend füf die Mannschaft von Trainer Christian Ihsecke. Es sah aus, als könnten Eva-Maria Leying (M.) und Co. ein gewichtiges Wort bei der Vergabe des Meistertitels mitreden. Das hat sich mittlerweile relativiert. Spitzenreiter Schalke ist sechs Punkte weg, auch wegen der Erler Derbyniederlage in Wulfen. Doch es gibt ja noch ein Rückspiel in Erle.

Reserven liegen noch überm Strich
In der Landesliga 7 kämpfen die Reserveteams der BG Dorsten und des BSV Wulfen um den Klassenerhalt. Zur Saisonhalbzeit liegen beide „über dem Strich“, die BG II als Neunter, Wulfen einen Rang davor als Achter. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist allerdings klein. Der ominöse zehnte Platz, der im Falle eines vermehrten Abstiegs keine Sicherheit verheißt, ist nur zwei Zähler entfernt. In der Rückrunde dürfen sich beide Teams deshalb keine Ausrutscher erlauben und dem direkten Duell dürfte wieder eine Schlüsselrolle für das Erreichen der Saisonziele spielen. Das Hinspiel in Wulfen gewannen Marten Olenik und der BSV II nach Verlängerung. Das Rückspiel wird also alles, nur nicht langweilig.

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Wulfen II gewann in der Hinrunde das Duell gegen die Zweitvertretung der BG Dorsten. © Joachim Lücke


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