Die BG Dorsten will zurück in die Pro B

dzBasketball

Der Vorsitzende der BG Dorsten, Thomas Klings, hat ganz klare Vorstellungen über die Zukunft des Vereins. Mit Franjo Lukenda sollen die Ziele erreicht werden.

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 19.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Die BG Dorsten hat den Vertrag mit Trainer Franjo Lukenda um zwei weitere Spielzeiten verlängert. Der Vorsitzende Thomas Klings (kl. Foto) schildert im Interview die Gründe und die damit festgelegten langfristigen Ziele,

Thomas Klings, eine Verlängerung um zwei Spielzeiten ist im Basketball schon ein mächtiges Zeichen. Was hat Sie zu dem Schritt veranlasst?

Die Mannschaft hat die beste Hinsaison seit vielen Jahren gespielt, das ist fast ausschließlich das Verdienst des Trainers. Er hat eine Einheit geformt und hat auch die Verbindung zu den Zuschauern geschaffen, die das Team unterstützen. Die Halle ist so voll wie seit langem nicht mehr. Das hat seinen Grund darin, dass wir ein Team mit einem Dorstener Gesicht haben und nicht so sehr auf Imports setzen. Der Trainer hat sich das Vertrauen erarbeitet und auch verdient.

Bedeutet das auch, dass die Ziele höher gesteckt werden?

Unser Ziel ist es, wieder in die Pro B zu kommen. Das ist eine Liga, die wir gut stemmen können. Das heißt nicht, dass wir schon im nächsten Jahr aufsteigen müssen. Wenn es klappt, wäre es fein, aber wenn es erst in der übernächsten Saison passiert, wäre das auch in Ordnung.

Das ist aber nicht nur eine große Aufgabe für den Trainer, sondern auch für den Vorstand.

Der Vorstand muss natürlich den Schwung, den die Mannschaft vorgibt, übernehmen. Der Erfolg macht es uns deutlich einfacher, mit Sponsoren zu sprechen und über längere Zeit an uns zu binden. Wir hätten vielleicht schon in diesem Jahr den Aufstieg finanziell stemmen können, doch es wäre eine Herkulesaufgabe gewesen. Es ist schön, wenn wir dazu mehr Zeit haben.

Wir sind gerade dabei, den Basketball in Dorsten wieder interessant zu machen. Das Projekt Pro B schafft neue Verbindungen. Nicht nur werden wir für Spieler attraktiv, sondern auch für potenzielle Sponsoren.

Muss man dann nicht auch viel in die Mannschaft investieren?

Wir haben ja glücklicherweise eine sehr gute Jugendarbeit. Andreas Altekruse und Leo Hohmann haben auf jeden Fall das Potenzial, in der 1. Regionalliga eine führende Rolle zu spielen. Aus den Junioren kommen noch viele Talente nach. Franjo Lukenda und Frank Fabek stellen aber die Mannschaft zusammen, und wenn sie Wünsche haben, müssen wir das im Vorstand besprechen.

Sie sind jetzt im zweiten Jahr Vorsitzender der BG Dorsten. Haben Sie dem Verein schon ihren Stempel aufgedrückt?

Ich habe meine eigene Art, den Verein zu führen, so wie Bruno Kemper eine andere Art hatte als Engelbert Sanders. Wichtig ist aber, dass wir bei der BG Dorsten eine Kontinuität in der Arbeit haben und unsere Partner sich auf uns verlassen können.

Der Vorstand hat unabhängig vom Vorsitzenden schon aus Altersgründen sein Gesicht verändert. Es ist deshalb auch abzusehen, dass er in Zukunft noch jünger wird.

Was sind ihre Wünsche für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir in Dorsten nicht mehr so eine Konkurrenzsituation haben. Die Derbys mit dem BSV Wulfen sind zwar eine tolle Sache, aber wenn zwei Vereine in einer so hohen Liga um Sponsoren und Spieler kämpfen, ist das für eine Stadt wie Dorsten nicht gut. Die Verhinderung der Fusion beim BSV hat zu den Ergebnissen geführt, die wir befürchtet haben, denn schon jetzt tun sich in Wulfen Lücken bei den Jugendmannschaften auf und auch für uns ist es nicht ganz so einfach, Jugendliche zu finden. Unsere Hand war in Richtung Wulfen ausgestreckt, man hat sie aber nicht ergriffen. Wir werden nun ganz intensiv darauf hinarbeiten, dass sich das Interesse in Sachen Basketball auf die BG Dorsten fokussiert.

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