Deutschland ist zu Gast beim SSV Rhade

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Der SSV Rhade hat am Wochenende die gesamte deutsche Jazz- und Modern Dance-Szene zu Gast. In der Petrinum-Sporthalle richtet der SSV am Samstag und Sonntag den Deutschlandpokal aus.

Rhade, Wulfen

, 05.11.2019, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass sie ein Großereignis im Jazz- und Modern Dance organisieren und ausrichten kann, hat die Tanzsportabteilung des SSV Rhade spätestens mit dem Relegationsturnier im Sommer 2018 bewiesen. Mit dem Deutschlandpokal der Solos, Duos und Small Groups kommt an diesem Wochenende aber noch einmal eine ganz andere Herausforderung auf den SSV zu.

Deutschland ist zu Gast beim SSV Rhade

Dass sie ein großes JMD-Turnier organisieren kann, hat die Tanzsportabteilung des SSV Rhade 2018 mit der Ausrichtung des Relegationsturniers des Tanzsportverbandes NRW beweisen. © Ralf Pieper

„Bis Montag hielten sich die Anrufe noch in Grenzen“, erklärte Rhades Abteilungsleiter Ralf Willa im Gespräch mit unserer Redaktion. Doch seitdem klingele sein Handy quasi nonstop: „Inclusive Anruf des Bürgermeisters, der sein Kommen abgestimmt hat.“

Details halten Organisatoren in Atem

Es sind solche Details, die Willa und sein Helferteam bis zum Turnierstart am Samstag in Atem halten werden. „Wir ziehen die Strippen enger. Das ist so der Kleinkram.“ Der angemietete Tanzboden wird angeliefert, die Aufteilung der vielen Tänzer auf die Umkleiden der Petrinum-Sporthalle muss geplant, die Spendenliste fürs Catering abgestimmt werden und und und.

Den „Großkram“ habe sein Team dagegen zum Glück längst auf den Weg gebracht, sagt Willa. Die Internetseite zum Event steht und ein Veranstaltungstechniker für Licht und Ton ist gebucht. Details über dessen Equipment will der Rhader Turnierchef nicht verraten. Nur so viel: „Es soll natürlich einer Deutschen Meisterschaft gerecht werden.“

Raum für Dopingkontrollen

Ansonsten sei der Aufwand für den Deutschlandpokal kaum größer als der für das Relegationsturnier im vergangenen Jahr. Nur die Vorgaben des Deutschen Tanzverbandes geben den Rhader Gastgebern noch die ein oder andere Nuss zu knacken. „Wir müssen zum Beispiel einen separaten Raum für Dopingkontrollen bereit halten“, berichtet Ralf Willa. Auch eine andere Vorschrift des Verbandes wird einiges Hin-und-Her bringen: „Die Stellproben müssen ohne Zuschauer stattfinden. Wenn also das Turnier einer Kategorie beendet ist und die nächste Stellprobe ansteht, müssen wir alle erst einmal von der Tribüne ins Foyer bitten. Dort ist wenig Platz, aber das kriegen wir gewuppt. Wir sind ja alte Hasen.“

Deutschland ist zu Gast beim SSV Rhade

Lara Lojdl und Lilly Buchner waren für das TSZ Royal Wulfen schon beim Deutschlandpokal 2018 dabei. Sie tanzen bei den Duos der Hauptgruppe. © Privat

“Ich will es krachen lassen“

Und so konzentriert sich Ralf Willa in diesen Tagen noch auf eine andere Aufgabe: Er näht die Kostüme für die Rhader Small Group „No limits“. Sie tritt in der Hauptgruppe II auf, einer Kategorie, in der in Deutschland eigentlich keine Turniere getanzt werden. Die Rhader Formation besteht denn auch aus Einsteigerinnen, und ihr Auftritt ist quasi eine Art Showeinlage. Und genau so sieht es auch Ralf Willa, wenn er um Kostüme und Choreographie der von ihm trainierten Gruppe ein kleines Geheimnis macht und nur so viel verrät: „Ich will es krachen lassen!“

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