Deutschland-Achter - so begründet der Bundestrainer das Aus für Christopher Reinhardt

dzRudern

Christopher Reinhardt sitzt nicht mehr im Deutschland-Achter. Bundestrainer Uwe Bender sagt warum.

Dorsten

, 30.01.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Christopher Reinhardt hat seinen Platz im Deutschland-Achter verloren. Das gab Bundestrainer Uwe Bender am Mittwoch nach dem Zweier-Test im Trainingslager in Portugal bekannt (wir berichteten). Die Gründe nannte er am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion.

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Auf den ersten Blick hatte es überrascht, dass sich Bender trotz Christopher Reinhardts Sieg beim Ergometer-Test gegen ihn und für seinen Zweier-Partner Hannes Ocik entschied. Der hatte sowohl auf dem Ergometer als auch im Zweier-Test schwache Platzierungen erzielt. Beim langjährigen Schlagmann Ocik gehe er aber davon aus, dass er sich wieder stabilisieren werde. Bei Christopher Reinhardt dagegen sieht Bender „rudertechnische Probleme, die sich durch verschiedene Faktoren verstärkt haben“.

“2019 war er unbekümmerter“

Im vergangenen Jahr sei Reinhardt den Kampf um den Platz im Achter unbekümmerter angegangen, meinte der Bundestrainer: „Diesmal war der Druck da, plötzlich wieder raus zu fallen. Vom Kopf und von der Einstellung her war er dieses Jahr wesentlich schlechter.“

Ob dabei der Kreislaufkollaps aus dem Marathonrennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal nachwirke, wollte Uwe Bender nicht ausschließen: „Das steckt sicher noch in seinem Kopf.“ Danach habe Reinhardt eine schwierige Phase durchlaufen: „Die Trainingseinheiten waren nicht so gut, und es war schwer für ihn, im Herbst wieder einzusteigen.“

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Wenn auch der Platz im Achter damit vorerst weg ist, hat Christopher Reinhardt nach wie vor die Chance, bei Olympia 2020 in Tokio dabei zu sein. Er gehört zu den sechs Kandidaten für den Vierer ohne Steuermann. „In den Vierer-Trainingseinheiten war Christopher immer recht gut“, erklärte Uwe Bender: „Da war er ein bisschen freier und ist regelrecht aufgeblüht. Wir werden sehen, wie es funktioniert. Wir müssen das alle gemeinsam in den Griff bekommen.“

Christopher Reinhardt selbst war bislang im Trainingslager leider nicht erreichbar.

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