Deuten steht mächtig unter Druck

DEUTEN Es gibt einige Dorstener Vereine, die mittlerweile recht neidisch Richtung Deuten schauen. Das Personal, das Trainer Michael Maiß in der A-Kreisliga zur Verfügung hat, kann sich mancher Bezirksligist nur wünschen.

13.07.2008, 15:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Deutener Vorstand glaubt, dass Trainer Michael Maiß (re.) das verstärkte Team nicht weiterentwickeln konnte.

Der Deutener Vorstand glaubt, dass Trainer Michael Maiß (re.) das verstärkte Team nicht weiterentwickeln konnte.

Doch gerade deshalb stehen Mannschaft und Übungsleiter in dieser Saison mächtig unter Druck. „Alles andere als der Aufstieg wäre schon eine Enttäuschung. Wir haben die stärkste Mannschaft der A-Kreisliga“, macht SV-Vorsitzender Guido Brüggemann kein Geheimnis daraus, was er von seiner ersten Mannschaft erwartet. Zumal im Laufe der Woche noch eine weitere spektakuläre Neuverpflichtung erwartet wird.

Aufstieg ist logisches Ziel

Auch Trainer Michael Maiß nennt als Saisonziel logischerweise den Titel. Um die eklatanten Abwehrprobleme der vergangenen Saison zu beheben, wurde der Kader gezielt aufgerüstet. Neuer Chef in der Abwehr soll Christoph Baron werden, den RW Deuten vom Verbandsliga-Absteiger SSV Buer losgeeist hat. Dennis Uhlenbrock, der vom Rhader Dahlenkamp an den Bahndamm gewechselt ist, ist variabel im defensiven und offensiven Mittelfeld einsetzbar und soll der Hintermannschaft zusätzliche Stabilität verleihen. Zudem wurde mit Kraftpaket Mathias Hovestadt ein Spieler vom SV Lembeck verpflichtet, der sowohl spielerisch als auch kämpferisch den in der vergangenen Saison manchmal ein wenig ängstlich wirkenden Deutenern die nötige Sicherheit verleihen soll. „Wir haben in der vergangenen Spielzeit 33 Gegentore kassiert. Das ist eindeutig zu viel“, hofft Maiß, mit den Neuzugängen diese Lücke im Kader schließen zu können.

Zudem kündigt der Trainer, der am kommenden Samstag seine langjährige Freundin Helena in der Deutener Herz-Jesu-Kirche ehelicht, eine härtere Gangart an. „Im letzten Jahr haben mich einige der vermeintlichen Leistungsträger von ihrer Einstellung her sehr enttäuscht. In diesem Jahr ist kein Spieler mehr gesetzt. Alle werden um ihren Platz im Team kämpfen müssen.“

Geduld haben

Wichtig ist Maiß außerdem, dass das Deutener Umfeld mehr Geduld hat. „Wir werden mit Sicherheit nicht locker durch die Liga marschieren. Jedes Spiel muss erstmal gewonnen werden.“ Die gesamte Hinrunde muss Deutens Coach aus beruflichen Gründen auf Abwehrstratege Jan Große-Geldermann verzichten. Zudem ist Maiß, der sich im Klaren darüber ist, dass bei einem möglichen Nicht-Aufstieg auch sein Job an der Außenlinie weg sein dürfte, aufgrund seiner Hochzeitsreise auf die Malediven bei den ersten drei Meisterschaftsspielen selbst nicht am Ball. Ihn wird wie gewohnt Michael „Schwager“ Hellekamp als Spielertrainer vertreten.

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