Deshalb sehen die Schermbecker „Dancing Rebels“ im Abstieg auch eine Chance

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Die „Dancing Rebels“ des TC Grün-Weiß Schermbeck müssen den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Doch die Trainerin sieht das auch als Chance.

Schermbeck

, 02.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Deshalb sehen die Schermbecker „Dancing Rebels“ im Abstieg auch eine Chance

Die "Dancing Rebels" des TC Grün-Weiß Schermbeck wurden beim letzten Saisonturnier der 1. Bundesliga Jazz- und Modern Dance in Ludwigsburg Zehnter und steigen in die 2. Liga ab. © Privat

Vor dem vierten und letzten Saisonturnier der 1. Bundesliga Jazz- und Modern Dance in Ludwigsburg hatten die „Dancing Rebels“ des TC Grün-Weiß Schermbeck noch einmal alles versucht, um vielleicht doch noch vom neunten auf den achten Platz vorzurücken und damit die Relegationsrunde um den Klassenerhalt zu erreichen. Trainerin Lina Maidhof und Choreograph Sebastian Spahn hatten die Gruppe um drei Tänzerinnen erweitert. Doch auch im Dutzend vermochten die „Rebels“ am Samstag keine Wende herbei zu tanzen. Platz zehn von zehn angetretenen Formationen sprach eine deutliche Sprache: Schermbeck muss nach sechs Jahren in der Bel Etage den Gang zurück in die Zweitklassigkeit antreten. Doch Trainerin Lina Maidhof trug das mit Fassung.

Konkurrenz griff auf Bewärhtes zurück

„Das hat sich ja spätestens nach dem dritten Turnier schon abgezeichnet“, erklärte sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Das Grundproblem habe nicht nur im eigenen Auftreten gelegen: „Die Formationen aus Großostheim und Flic- Flac aus Wuppertal haben zur Saisonhälfte auf ihre Choreographien aus dem Vorjahr zurückgregriffen. Vor allem Großostheim ist damit voll durchgestartet, das war vorher so nicht zu erwarten gewesen.“

Der eigene Umbau und die Aufstockung auf zwölf Tänzerinnen sei zwar auch der Versuch gewesen, noch einmal dagegen zu halten. „Es ging aber auch darum, Tänzerinnen, die im bisherigen Saisonverlauf nicht zum Zuge gekommen waren, tanzen zu lassen“, sagte die Schermbecker Trainerin. Die Idee, selbst auf die Choreographie des Vorjahres zurück zu greifen, habe man dagegen schnell verworfen: „Dazu reichte die Trainingszeit einfach nicht mehr.“

“Wollten uns noch mal gut präsentieren“

Mit dem Auftritt in Ludwigsburg war Lina Maidhof trotz des zehnten und letzten Platzes zufrieden: „Wir wollten uns noch einmal gut präsentieren, das haben wir geschafft. Darauf, dass es nicht zum Klassenerhalt reichen würde, hatten wir uns schon vorher vorbereitet.“

Auch mit der neuen Saison haben sich die Schermbeckerinnen gedanklich schon vorbereitet. „Spruchreif ist da bei den Tänzerinnen aber im Grunde noch nichts“, berichtete Lina Maidhof: „Erst einmal steht ja jetzt auch noch die Saison mit den Small Groups an. Wer aus der Jugend nachrückt, müssen wir allerdings erst sehen. Durch die veränderten Jahrgangseinteilungen dürfen die Tänzer ja ein Jahr länger in der Jugend antreten.“

Trainer machen weiter

Fest stehe dagegen, dass sie selbst und Sebastian Spahn auch in der nächsten Saison am Ball blieben: „Die 2. Liga ist immer noch ein Superort, um sich zu präsentieren. Und der letzte Abstieg, den wir erlebt haben − aus der 2. Liga in die Regionalliga − hat den Aufstieg in die 1. Liga sogar erst möglich gemacht. Man muss das jetzt alles also gar nicht so negativ sehen.“

Bundesliga-Sieger wurde in Ludwigsburg die Formation „Arabesque“ vom ASV Wuppertal. Sie verwies Seriensieger „autres choses“ vom TSC Blau-Gold Saarlouis sowohl beim Abschlussturnier als auch in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz.

Die Ergebnisse

4. Turnier in Ludwigsburg

1. Arabesque (ASV Wuppertal)

2. autres choses (TSC BG Saarlouis)

3. Kopirait (TS Lepehne-Herbst Bonn)

4. Dance Works (1. TC Ludwigsburg)

5. Piccola (TG Bobstadt)

6. performance (TSC BG Saarlouis)

7. Topas (GFG Steilshoop)

8. Flic-Flac (ASV Wuppertal)

9. Galao (TV Großostheim)

10. Dancing Rebels (Schermbeck)

Gesamtwertung

1. ASV Wuppertal (Arabesque) 5,5

2. TSC Blau-Gold Saarlouis (autres choses) 6,5

3. Tanzschule Lepehne-Herbst Bonn 12

4. TG Bobstadt 18

4. 1. TC Ludwigsburg 18

6. GFG Steilshoop Hamburg 25,5

7. TSC Blau-Gold Saarlouis (performance) 26,5

8. ASV Wuppertal (Flic-Flac) 34

9. TC Grün-Weiß Schermbeck 37

9. TV Großostheim 37

(Wuppertal damit Bundesligasieger, Schermbeck und Großostheim steigen ab.)

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