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Der Torjäger, der halbe Sachen macht

dzFussball

Wenn ein Torjäger halbe Sachen macht, kann das normalerweise nicht gut gehen. Bei Wulfens Nicolas Grewe ist das anders. Und einen freut das ganz besonders: seinen früheren Trainer.

Wulfen

, 21.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Maik Dombrowicz hatte bei der DJK Blau-Weiß Lavesum einen Deal mit Nicolas Grewe gemacht. Als der Angreifer vom TuS Sythen zur DJK wechselte, versprach sein neuer Trainer ihm, sich nach einem Jahr für einen höherklassig spielenden Verein für ihn umzusehen. Versprochen war versprochen, und so nutzte Dombrowicz seine guten Kontakte, um Grewe an einen anderen Club zu vermitteln. Mit blutendem Herzen, denn sein Sturmjuwel hatte immerhin 20 Tore für Lavesum geschossen. Doch Dombrowicz hielt Wort, klopfte bei seinem Ex-Verein Blau-Weiß Wulfen an und sprach mit seinem Kumpel Arek Knura, Trainer des BVH Dorsten. Grewe hatte also die Wahl zwischen zwei A-Ligisten und entschied sich schließlich für Wulfen. Und dort kam ein weiterer Freund von Maik Dombrowicz ins Spiel: Thomas Glowacki.

Der Kassierer der Blau-Weißen war Dombrowicz für die Vermittlung des neuen Stürmers dankbar und wollte sich erkenntlich zeigen. In einer sprichwörtlichen Bierlaune versprach er dem Lavesumer Coach deshalb bei einem Wulfener Testspiel vor Saisonbeginn: „Für jedes Tor, dass Nicolas Grewe für Wulfen schießt, geb‘ ich dir im Clubheim einen halben Liter Bier aus.“ Ein folgenschweres Versprechen.

Denn alles zusammen genommen, hat der neue Angreifer für Blau-Weiß in Test-, Liga- und Pokalspielen mittlerweile 41 Mal getroffen. „Inzwischen informieren mich Bekannte sonntags schon live per WhatsApp, wenn Nico trifft“, berichtet Maik Dombrowicz. Wann immer sein Handy in der Hosentasche vibriere, wisse er: „Er hat wieder getroffen.“

Jubel und Schadenfreude

Ähnliches erlebt auch Thomas Glowacki. In den normalen Jubel der Wulfener Fans über Tore ihrer Mannschaft mischt sich bei Grewe-Treffern längst auch ein Hauch Schadenfreude. „Glowacki muss schon wieder zahlen“, meldet dann mindestens einer der Fans lautstark.

Doch das stört den Spender nicht. Im Gegenteil: Thomas Glowacki überlegt schon, welche „Prämie“ er Maik Dombrowicz zahlt, sollte Nicolas Grewe auch noch Torschützenkönig werden. „Da gibt‘s auf jeden Fall noch was“, verspricht er.

Und der Torgarant selbst? Den lässt der Deal um seine Treffer kalt. „Auf dem Platz beschäftige ich mich nicht damit. Ich hab‘ sowieso erst vor kurzem davon erfahren“, erzählt er. Doch natürlich habe die Sache auch für ihn ihr Gutes: „Das kann Maik gar nicht alles alleine trinken. Da bekomm‘ ich auch schon mal ein Bier ab.“

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