Der SV Schermbeck verzweifelt am Torwart des TuS Ennepetal

Fußball: Oberliga

Der Ennepetaler Schlussmann Marvin Weusthoff zeigt rekordverdächtig viele Glanzparaden und verhindert einen Sieg des SV Schermbeck in der Oberliga.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 28.04.2019, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der SV Schermbeck verzweifelt am Torwart des TuS Ennepetal

Schermbecks Routinier Marek Klimczok (v.) zeigte gewohnt eine starke Leistung. Aber auch er konnte Enneptals Schlussmann nicht bezwingen mit seinen Schüssen. Foto: Pieper

Der SV Schermbeck hat in der Fußball-Oberliga gegen Marvin Weusthoff einen Punkt geholt. Der Ennepetaler Torwart hat am Sonntag wohl die höchste Anzahl an Glanzparaden gezeigt, die man auf einem heimischen Fußballplatz gesehen hat.

Oberliga Westfalen

SVS - TuS Enneptal

1:1 (0:1)

SVS-Trainer Thomas Falkowski konnte es auch nach dem Schlusspfiff nicht fassen, wie viele eigentlich unhaltbare Bälle der Gäste-Schlussmann abwehrte: „Meine Mannschaft hat tolle Angriffe gefahren und auch die Chancen nicht klägliche vergeben. Wenn man aber gegen so einen Torwart spielt, fängt man an zu verzweifeln, sodass ich froh bin, dass wir den Punkt noch geholt haben.“

In der Tat haben die Gastgeber eine sehr gute Leistung abgerufen. Gleich vom Anpfiff an drängten sie die Ennepetaler in die eigene Hälfte − und Raphael Niehoff setzte schon in der dritten Minute einen Schuss aus 20 Metern knapp über die Latte. Fünf Minuten später verpasste Dominik Milaszewski mit einem Kopfball knapp das Ziel.

In der 14. Minute setzte Weusthoff eine erste Duftmarke, als er einen satten Schuss Aldin Hodzics mit einer Hand parierte. Schier unfassbar war die Doppelparade, die Weusthoff in der 22. Minute zeigte: Erst wehrte er einen Schuss Kevin Rudolphs ab und auch Hodzics Nachschuss lenkte er mit einem sagenhaften Reflex neben den Kasten.

Die Gäste fanden im ganzen Spiel nur einmal offensiv statt und gingen prompt in Führung: Zwei Minuten vor der Pause war der SVS nicht bei seinen Gegenspielern, der TuS kombinierte sich durch den Strafraum und Nils Nettersheim schoss die Gäste in Front.

Anders als noch gegen Rheine verlor der SVS im zweiten Durchgang aber nicht den Faden und setzte die Offensive fort. Doch als dann Weusthoff einen Kopfball Kevin Rudolphs mit einer weiteren unglaublichen Reaktion abwehrte, wollte viele SVS-Fans nicht mehr glauben, dass dieser Torwart noch zu bezwingen sei.

War er aber doch, wenn auch nur knapp. In der 64. Minute kam eine Flanke in den Strafraum und Kevin Rudolph traf nur den Pfosten. Ennepetals Befreiungsversuch endete als Querschläger, vor die Füße von Milaszewski, der den Ball auf den Kopf Nikolaj Zugcic brachte. Der setzte die Kugel ins rechte untere Eck, Weusthoff war noch mit den Händen am Ball, doch die Kugel hatte die Linie schon eine Hand breit überquert (65.). Auch wenn der SVS bis zum Schlusspfiff auf Sieg spielte, fiel kein weiteres Tor mehr. Der Punkt bedeutete aber einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt.

SVS: Drobe, Mule-Ewald, Niehoff (82. Poch), Klimczok, Zugcic, Kevin-Rudolph (89. Grodzik), Milaszewski, Hodzic, Habitz, Patrick Rudolph. Niewerth (90.+1 Goeke)

Tore: 0:1 Nettersheim (43.), 1:1 Zugcic (65.)

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