Der Lockdown hatte die Workers Hall stark geschockt und gebremst

dzBoxen

Lange Zeit konnten die Boxer der Workers Hall nur für sich alleine trainieren. Ein normales Programm ist für die Amateurboxer immer noch nicht möglich. Die ersten Veranstaltungen sind aber schon geplant.

Dorsten

, 30.07.2020, 06:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus hat alle Sportarten getroffen. Auch die Boxer spüren große Auswirkungen. Geht es im Boxen häufig darum, vielen Zuschauern eine große Show zu bieten, steht dieses Ziel erst einmal hinten an.

Jetzt lesen

„Als der Lockdown kam, war das für uns ein Schock. Das hat uns enorm gebremst“, sagt Sebastian Louven, Vorsitzender der Workers Hall in Dorsten. Vor allem für die Profi-Boxer bedeutete dieser eine enorme Einschränkung. Die Talente zielgerichtet weiterentwickeln? War so gut wie unmöglich.

Richtiges Boxen fehlte

„Nehmen wir als Beispiel Alex Schürhoff: Der sollte sich in der unabhängigen Rangliste nach oben arbeiten. Das ging nicht“, so Louven. Für das junge Boxtalent bedeuteten die vergangenen Monate eine schwierige Zeit.

„Die Fitnessstudios waren zu, Krafttraining war nur mit dem eigenen Körpergewicht möglich. Wenigstens konnte ich Joggen gehen und ein wenig Schattenboxen machen“, sagt Schürhoff. Mit der Zeit habe er sich dann noch Kurzhanteln gekauft, um das Schattenboxen zu erschweren. Aber sich auch mal mit einem Sparringspartner zu messen, das fehlte ihm.

Jetzt lesen

Das ging erst, als Kontaktsport wieder erlaubt war. Da Schürhoff Profi-Boxer ist, durfte er eher als die Amateure wieder in den Ring steigen. „Mit bestimmten Partner durfte ich wieder boxen. Natürlich wurde und wird alles genauenstens dokumentiert.“

Alle anderen, also die Amateurboxer können allerdings noch nicht zum gewohnten Programm zurückkehren. „Wir achten enorm auf Sicherheit“, sagt Louven. Das bedeutet: Sparring für Amateure wird in der Workers Hall so gut wie nie genehmigt – obwohl es prinzipiell wieder erlaubt wäre.

„Achten auf eine gute Frischluftzufuhr“

In der Workers Hall selber wird grundsätzlich nur auf Durchzug trainiert. Alle Fenster, alle Türen stehen offen. „Wir achten sehr auf eine gute Frischluftzufuhr“, sagt der Vorsitzende. „Darin sehe ich eine gewisse Sicherheit.“

Die ersten Veranstaltungen hat Louven allerdings schon geplant. Drei Stück sind es an der Zahl: die erste am 12. September, die zweite am 10. Oktober und die dritte am 21. November. Am 10. Oktober soll auch Schürhoff wieder eingreifen. „Wir wollen an den guten letzten Kampf anknüpfen und das Niveau halten“, sagt der Boxer.

Jetzt lesen

Viele Zuschauer werden sich das Spektakel aber nicht ansehen können. „Wir planen mit 100 Zuschauern maximal“, so Louven. „Für uns steht nicht wie sonst die Show im Vordergrund, den Zuschauern einen tollen Kampf zu bieten, sondern unsere Boxer zu entwickeln. Dafür brauchen wir Kämpfe.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt