Der BSV Wulfen lässt zum Topspiel seine Fanclubs aufleben

dzBasketball

Am Samstag soll es beim Spitzenspiel des BSV Wulfen gegen die HammStars zum großen Wiedersehen der BSV-Fanclubs kommen. Die Fangeschichte des BSV hat eine große Tradition.

Wulfen

, 26.01.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Samstag machten sie es vor: Die Fans des BSV Wulfen – angefeuert vom Fanclub Wulfen Xtream – trieben ihre Mannschaft beim Rückstand gegen die Paderborn Baskets zur Aufholjagd – und zum Sieg. In der Gesamtschulhalle kam eine lang nicht gesehene Stimmung auf. Eine Stimmung, die früher Normalfall an Samstagabenden war. Als die BSV Piraten, die Hammergarde, der Fanclub Müller Lüdenscheid oder die Flinken Flaschen zusammen mit weiteren Fanclubs Dauergast bei den BSV-Spielen waren. Am Samstag im Spitzenspiel gegen die HammStars soll es zum Revival dieser Fanclubs kommen.

„Der Zusammenhalt untereinander und auch zu den Spielern war legendär“, erinnert sich Jan-Henning Janowitz, Mitglied bei den Flinken Flaschen. Janowitz erzählt von langen Nächten und wilden Partys nach den Spielen in der Wulfener Tennishalle. „Wir haben jeden Samstag bis drei oder vier Uhr gefeiert. Das gehörte zum samstäglichen Ritual“, sagt er. „Egal ob Heim- oder Auswärtsspiel: Wir waren immer dabei.“

Legendäre Touren zu den Auswärtsspielen

Dabei fand Janowitz Basketball immer langweilig – bis ein Freund ihn mit zum Derby gegen die BG Dorsten nahm. Damals noch in der Wittenbrinkhalle. „Der BSV lag lange hinten. Erst mit der Schlusssirene traf Rob Stearns per Dreier zum Derbysieg“, erinnert sich Janowitz. Danach war er Feuer und Flamme für den BSV.

Legendär waren auch die gemeinsamen Touren der BSV-Fans. Mit fast 200 Mann ging es damals per Bootstour über den Kanal zum Auswärtsspiel in Dortmund. „Bereits an der ersten Schleuse mussten wir anhalten, weil das Bier leer war“, sagt Janowitz lachend. Mitten in Dortmund stoppten die Fans den Verkehr und sperrten eine Kreuzung, weil sie eine Humba anstimmen wollten.

Es war die Geburt eines weiteren Fanclubs: die BSV-Piraten.

„Wir saßen da auf dem Boot und das passte dann einfach“, sagt Jock Clark. „Wasser und Piraten.“ Clark ist auch heute noch für den BSV aktiv und bei jedem Heim- und Auswärtsspiel dabei. Die BSV-Piraten gibt es aber so nicht mehr. „Das hat sich dann über die Jahre aufgelöst. Aber wenn es zum großen Wiedersehen der Fanclubs am Samstag gegen Hamm kommt, hole ich die alte Piraten-Fahne aus dem Schrank.“

Pal freut sich auf Mitstreiter

Einer, der sich auf das Wiedersehen besonders freut, ist Nico Pal. Er ist Mitglied und treibende Kraft hinter dem letzten verbliebenen Fanclub des BSV, Wulfen Xtream. „Wir hoffen, die alten Fanclubs kommen nicht nur gegen Hamm, sondern auch sonst wieder regelmäßiger.“ Mit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga ProB damals und dem erneuten Abstieg aus der Regionalliga 1 in die Regionalliga 2 wurden die Plätze in der Gesamtschulhalle immer leerer. „Wir wollen die Leute zurück in die Halle holen“, sagt Pal. „Wir wollen den Spaß zurückbringen.“

Alle drei sind sich in einem sicher: Sollte der BSV – ungeschlagener Tabellenführer der 2. Regionalliga 2 in dieser Saison – den erwarteten Aufstieg schaffen, wird die Gesamtschulhalle wieder regelmäßiger eine Stimmung erleben wie vergangenen Samstag gegen Paderborn. Dann warten Derbys: gegen Recklinghausen, Herten – und die BG Dorsten. „Dann kann ich eins versprechen“, sagt Janowitz, „die Flinken Flaschen sind wieder öfter am Start.“ Und auch Pal ist sich sicher: „Dann ist nicht nur die Stimmung in der Halle wie früher, sondern wir können auch wieder Auswärtsfahrten planen.“ So wie die Bootstour nach Derne.

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