Das erste Interview mit dem neuen Trainer des BSV Wulfen

dzBasketball

Gary Johnson tritt als Trainer beim BSV Wulfen die Nachfolge von Predrag Radanovic an. Im Interview spricht er über seine Eindrücke vom BSV, der Mannschaft und der 1. Regionalliga.

Wulfen

, 09.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Gary Johnson, wie kam der Kontakt zwischen Ihnen und dem BSV Wulfen zustande?

Bei den NBBL-Spielen der Metropol Baskets Ruhr haben Christoph Winck (Vorsitzender des BSV Wulfen, Anm.d.Red.) und ich uns schon oft gesehen. Daher kannten wir uns. Anfang des Jahres hat Christoph mich dann gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Nachfolger von Predrag Radanovic zu werden.

Und Sie haben sofort zugesagt ...

Nein, ich habe mir die Sache natürlich in Ruhe überlegt, habe mit meiner Frau darüber gesprochen und mir zwei Spiele des BSV angeschaut. Dann bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass der Posten beim BSV das Beste für mich und meine Familie ist. Ich wohne in Witten und arbeite in Bochum. Das passt.

Wie waren Ihre Eindrücke bei den Spielen?

Ich war beeindruckt von der Atmosphäre in der Halle. Die Wulfener Fans stehen bedingungslos hinter ihrer Mannschaft, und die Spieler identifizieren sich mit ihnen und mit dem Verein. Die Spieler haben eine gute Qualität. Es war wirklich gut, diese Spiele zu sehen.

Wird denn die Mannschaft, die Sie gesehen haben, die sein, die kommende Saison für Wulfen aufläuft?

Es wird natürlich Veränderungen geben. Mit vielen Spielern laufen die Gespräche noch, weil sie ja auch erst einmal wissen wollten, wer neuer Trainer wird. Wichtig ist aber, dass die Harmonie, die im Team herrscht, erhalten bleibt. Ich fände es schön, wenn möglichst viele aus dem Kader des Vorjahres blieben. Sie haben eine tolle Saison in der 2. Regionalliga gespielt, und sie haben es verdient, auch eine gute Rolle in der 1. Regionalliga zu spielen.

Wie schätzen Sie diese 1. Regionalliga ein und wie gut kennen Sie sie?

Ich habe einige Spiele beobachtet und kenne Mannschaften wie die BG Dorsten, die eine tolle Saison gespielt hat, oder die Pro-B-Absteiger Köln und Rhöndorf. Die 1. Regionalliga wird in der kommenden Saison sehr, sehr stark sein. Unser Ziel ist es dabei, jedem Gegner einen möglichst harten Kampf zu liefern. Dabei liegt aber keinerlei Druck auf unseren Schultern. Die Philosophie des Vorstandes ist es, den jungen Spielern Gelegenheit zu geben, mehr Verantwortung zu tragen und sich zu entwickeln. Das begrüße ich sehr. Wir wissen, wo wir stehen.

Sie selbst sind mit 37 Jahren auch nicht gerade ein Trainer-Methusalem ...

Ja, und ich sehe mich selbst auch weiter in einem Entwicklungsprozess. Es ist schön, dass ich ihn beim BSV zusammen mit jungen Spielern fortführen kann.

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