Nachholspiel zu Karneval - darüber kann der BVH Dorsten gar nicht lachen

dzFussball

Punktspiel statt Party - der BVH Dorsten kann über sein Karnevals-Programm am Sonntag überhaupt nicht lachen.

Dorsten, Schermbeck, Raesfeld

, 20.02.2020, 19:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Punktspiel am Karnevals-Sonntag? A-Ligist BVH Dorsten kann nicht darüber lachen. Denn die Holsterhausener müssen just zu diesem Termin ihr Nachholspiel beim TuS Sinsen II bestreiten, und das ist in diesem Jahr besonders ärgerlich.

„Wir feiern ja dieses Jahr unser 100-jähriges Bestehen“, erläutert BVH-Trainer Arek Knura. Deshalb sind die Fußballer am Sonntag aktiv beim großen Holsterhausener Kinderkarnevalszug dabei. „Wir haben allen von den Minis bis zu den Alten Herren gesagt, sie sollen mitmachen, und jetzt ist ausgerechnet die erste Mannschaft nicht dabei“, beschreibt Knura die Misere, vor sich sein Team sieht.

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Als ersten Schuldigen für die ungeliebte Ansetzung haben die Holsterhausener Verantwortlichen Staffelleiter Franz-Josef Humme ausgemacht. Doch der kann dem entgegen halten: „Der Karnevals-Sonntag ist der regulär vorgesehene Nachholtermin. Ich habe beiden Vereinen gesagt: ,Wenn ihr euch auf einen anderen Termin einigt, kann ich das Spiel gerne verlegen.‘ Doch das will Sinsen offenbar nicht, deshalb sind mir die Hände gebunden.“

Verstärkung aus der Ersten?

Denn die abstiegsbedrohten Marler ziehen aus der Ansetzung einen großen Vorteil. „Samstags spielt Sinsens Erste. Spieler, die da nicht zum Einsatz kommen, können am Sonntag gegen uns in der Zweiten auflaufen“, kennt Arek Knura die Beweggründe der Sinsener – und kann sie durchaus nachvollziehen.

Trotzdem fahre sein Team mit einer gewissen Wut im Bauch zum Nachholspiel. Die richtet sich nach wie vor nicht nur gegen Sinsen, sondern auch weiter gegen Franz-Josef Humme. „Es ist doch komisch, dass das am selben Tag ausgefallene Spiel des SC Blau-Weiß Wulfen anstandslos für den 9. April neu angesetzt wurde“, ärgert sich Arek Knura.

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Auch BVH-Vorsitzender Uli Canovi habe dieses Argument bei einem Telefonat ins Spiel gebracht, berichtet der Staffelleiter. Doch die Aufregung kann er nicht verstehen: „Wulfens Spiel ist ausgefallen, weil der Rasenplatz gesperrt und der Kunstrasen noch nicht fertig ist. Es war abzusehen, dass die Sperre des Rasenplatzes weiter Bestand haben würde. Eine Neuansetzung zu Karneval machte deshalb in diesem Fall keinen Sinn, und es kam zu dem Termin Anfang April.“

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