BSV Wulfen nährt Playoff-Hoffnungen

dzBasketball

Es war nur ein Testspiel. Doch gegen die ETB SW Miners aus Essen nährte Aufsteier BSV Wulfen am Samstag erneut die Hoffnungen, die Playoffs in der 1. Regionalliga zu erreichen.

Wulfen

, 31.08.2019, 22:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Testspiel Herren

BSV Wulfen - ETB SW Miners

92:85 (46:39)

Das Ergebnis spielte für BSV-Trainer Gary Johnson eigentlich keine Rolle. 92:85 gegen ein Team aus der eigenen Liga − na und? Wichtiger war Johnson, wie sich sein Team im Saisoneröffnungs-Spiel gegen die ETB SW Miners aus Essen präsentiert hatte, und da fiel Johnsons Fazit eindeutig aus: „Ich bin zufrieden.“

Ausführlich hatte Wulfens Trainer seinen Spielern vor der Partie seine Anweisungen und seinen Matchplan auf Folie aufgemalt und aufgeschrieben. „Aber das ist nur die eine Seite“, meinte der Amerikaner nach dem Spiel, „entscheidend ist, was die Spieler machen, wenn etwas passiert, was nicht auf diesem Plan steht.“ Und auch hier fiel Johnsons Urteil positiv aus.

Haucke glänzt als Passgeber

Natürlich müsse sich sein Team noch finden, erklärte der BSV-Coach. Ein Michael Haucke müsse seine neue Rolle als Punktelieferant in der Regionalliga erst noch weiter finden, räumte der Trainer ein. Doch er sah auch, dass Haucke als Passgeber eine ebenso wertvolle Rolle spielen wird.

Profitiert haben davon am Samstag Wulfens Flügelspieler wie Jonas Kleinert oder Hendrik Bellscheidt, die Hauckes Pässe zu einfachen Korblegern nutzen konnten.

Auf den Außenpositionen zeigte sich das BSV-Team sehr variabel. „Ich bin als Trainer eigentlich nur dazu da, die richtigen Knöpfe zu drücken“, meinte Gary Johnson. Wichtiste Erkenntnis auf den Aufbau- und Flügelpositionen: Er kann sehr viele Knöpfe drücken.

Variable Aufstellungen

Ob bei den Aufbauspielern Bryant Allen, Steffen Piechotta und Alex Winck oder bei den Flügeln Kleinert, Bellscheidt oder Ajagbe − der BSV konnte am Samstag viele verschiedene Konstellationen aufs Feld schicken, ohne an Qualität zu verlieren, und kann so sehr flexibel auf gegnerische Aufstellungen reagieren. Wenn dann die Trefferquote stimmt wie am Samstag, können die Wulfener jedem Team gefährlich werden.

Im ersten Viertel sah es schon nach einem klaren BSV-Sieg aus (27:15). Essen kam aber nach der Wulfener 46:39-Führung noch einmal zum 50:50 (23.), doch Wulfen bewies Moral, hielt dagegen und setzte sich postwendend wieder auf 59:50 ab (26.). Die Partie blieb umkämpft, der Sieg war aber verdient.

BSV: Silic, Winck (19/3), S. Landwehr (o.E.), Allen (14), Ajagbe (8), Terboven, Kleinert (9/1), Haucke (11/1), Bellscheidt (22/2), Vadder (2), van Buer, Piechotta (7/1).

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