Silic gewinnt für den BSV Wulfen das Spiel in Deutz

Basketball

Wenn der Kopf anfängt, eine entscheidende Rolle zu spielen, hilft manchmal jugendliche Unbekümmertheit. Beim Sieg des BSV Wulfen in Deutz kam die in Gestalt von Matej Silic daher.

Wulfen

, 12.01.2020, 20:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Silic gewinnt für den BSV Wulfen das Spiel in Deutz

Matej Silic (l.) avancierte am Samstag zum Matchwinner für den BSV. © Joachim Lücke

1. Regionalliga West

Deutzer TV - BSV Wulfen

76:86 (31:35)

Es stand 53:46 für den Deutzer TV, und es waren noch zehn Minuten zu spielen. Der BSV Wulfen hatte bis dahin ein ähnliches Auf und Ab wie im Hinspiel erlebt. Alles sah nach einem Déjà-Vu aus.

Wie im Hinspiel begannen die Wulfener konzentriert und entschieden den ersten Durchgang mit 22:16 für sich. Im zweiten Viertel zogen die Gäste dann auf 35:18 davon (16. Minute). So klar hatte Wulfen auch im Heimspiel gegen die Deutzer geführt. Und genaue wie damals brach der BSV auch diesmal wieder ein.

Deutz drohte, das Spiel zu drehen

Bis zur Pause waren die Gastgeber bis auf 31:35 heran gekommen, und nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, bis Deutz mit dem 39:38 in der 24. Minute zum ersten Mal in Führung ging. Als die Gastgeber 50:42 (18.) und schließlich eben 53:46 (30.) davon zogen, sahen viele der mitgereisten BSV-Fans die Felle ihres Teams wieder davon schwimmen. Die Erinnerung ans Hinspiel spukte auf jeden Fall längst wieder durch die Köpfe aller Beteiligten. Aller, bis auf Matej Silic.

BSV-Trainer Gary Johnson schickte den Youngster zu Beginn des Schlussviertels zusammen mit Bryant Allen, Jonas Kleinert, Tim Terboven und Hendrik Bellscheidt aufs Feld, und diese fünf sorgten für die Wende, allen voran Matej Silic.

Zwei ganz wichtige Dreier

Mit seinem ersten Dreier brachte der 16-Jährige Wulfen mit 55:53 erstmals seit langen Minuten wieder in Führung (33.) und zwang Deutz zu einer Auszeit. Die war kaum vorbei, da traf Silic erneut von jenseits der 6,75-m-Linie zum 58:55 für Wulfen. Spätestens jetzt glaubten auch die Fans wieder an ihre Mannschaft. Bryant Allen sorgte kurz darauf per Dreier für das 63:57, Matej Silic ließ mit einem Korbleger das 65:57 folgen und markierte schließlich auch noch das 67:59 nach einem Ballgewinn (36.).

Da wollte dann auch ein anderer Youngster nicht nachstehen. Der 19-jährige Alexander Winck traf in der 39. Minute den wohl vorentscheidenden Dreier zum 76:68 für die Gäste. Die schnupperten danach sogar noch kurz an der Chance, den direkten Vergleich nach der 68:81-Hinspielniederlage für sich zu entscheiden. Doch das gelang nicht mehr – der einzige Wermutstropfen eines Sieges, der unter den Augen der beiden früheren Wulfener Trainer Chris Kyriasoglu und Rob Stearns zustande kam.

Playoff-Traum lebt weiter

Der BSV darf damit weiter von den Playoffs träumen. Wirklich näher gekommen ist er diesem Ziel allerdings nicht, weil die Konkurrenz punktete und eben der direkte Vergleich weiter für Deutz spricht.

BSV: Silic (12/2), Winck (6/2), Allen (30/5), Ajagbe, Terboven, Kleinert (4), Haucke (14), Bellscheidt (18/2), Vadder, van Buer, Piechotta, Peters (2).

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