Bregulla fordert den BSV Wulfen

dzBasketball

Ein Ehemaliger als Stolperstein? Dem BSV Wulfen könnte es gegen Citybasket Recklinghausen so gehen, denn der Gästecoach heißt Mirko Bregulla.

23.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Selber spielen kann Mirko Bregulla am Samstagabend nicht. „Ein altes Knieleiden ist wieder aufgebrochen“, sagt der Trainer von Citybasket Recklinghausen II. Sonst hätte es auf dem Spielfeld zum direkten Duell mit einem früheren Teamkollegen kommen können: Philipp Lensing, Stand-By-Center des BSV Wulfen und mit seinen 38 Jahren noch zwei Lenze jünger als Bregulla.

Bregulla fordert den BSV Wulfen

Der wohl größte Moment in Mirko Bregullas Zeit beim BSV Wulfen: 2004 wird er (Mr. 8) mit Wulfen WBV-Pokalsieger. © Ralf Pieper

Lensing und Bregulla, das ist nur eines von vielen Wiedersehen, auf die sich der Gästecoach aufrichtig freut. Denn in seinen Wulfener Jahren gehörte der Recklinghäuser als Aufbauspieler neben Rob Stearns oder Luke Condill dank seiner emotionalen Spielweise zu den Lieblingen der BSV-Fans. Ausgerechnet vor dem Aufstiegsjahr des BSV zog es Bregulla aber 2009 zurück zu seinem Stammverein, Citybasket Recklinghausen.

Zunächst als Spieler. Und als solcher forderte er Wulfen im WBV-Pokalfinale 2010 heraus. Denkbar knapp musste sich Recklinghausen damals in zwei dramatischen Spielen geschlagen geben. Als Trost gab‘s den Aufstieg in die 1. Regionalliga, später folgte Citybasket dem BSV dann in die 2. Liga Pro B.

Lieber Spieler als Trainer

Mirko Bregulla hatte da schon ein Intermezzo als spielender Cotrainer hinter sich. Zu Wulfener Zeiten hatte er bereits Jugendmannschaften trainiert, doch zunächst ging die Laufbahn als Spieler noch vor. Einen Trainerposten übernahm er erst wieder, als vor zweieinhalb Jahren der Coach der Recklinghäuser Zweiten die Brocken hinschmiss. Aus dem Spieler Bregulla wurde wieder der Spielertrainer, und das mit Erfolg: 2018 stieg die Recklinghäuser Reserve in die 2. Regionalliga auf und spielt dort eine gute Rolle.

Das erste Wiedersehen mit dem BSV Wulfen geriet fast zur großen Überraschung. Erst in der Verlängerung konnte sich der BSV in Recklinghausen durchsetzen. Für das Rückspiel an diesem Samstag wünscht sich Mirko Bregulla einen ähnlichen Spielverlauf: „Ich hoffe, es wird wieder eine enge Kiste.“ Zum Sieg habe seinem Team beim ersten Duell lediglich die Konstanz gefehlt. „Das ist unser Grundproblem“, klagt Bregulla: „Wir haben einen 16er-Kader. Da sind Zwölf beim ersten Training, zwölf andere beim zweiten und wieder zwölf andere beim Spiel.“ Doch das sei „Klagen auf hohem Niveau“, grundsätzlich sei er mit der Saison zufrieden.

“Wulfen gehört in die 1. Regionalliga“

Und wenn es mit dem Sieg im Rückspiel klappt? „Dann freu ich mich für meine Jungs. Wulfen wird den Aufstieg dann trotzdem schaffen.“ Und wenn der BSV gewinnt? „Dann war das sicher verdient. Wulfen gehört für mich auch in die 1. Regionalliga.“ Also dorthin, wo Mirko Bregulla selbst jahrelang für den BSV auflief.

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