BG Dorsten startet nur mit einem Import in die Saison

dzBasketball

Die BG Dorsten wird mit nur einem Import-Spieler in die neue Saison starten. Die Verpflichtung eines zweiten Imports wird aber nicht ausgeschlossen.

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 22.08.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Geschäftsführerin Lena Kemper begründete die Entscheidung mit der Vorsicht in der Corona Krise und deren Einfluss auf den wirtschaftlichen Aspekt: „Wir wissen nicht, welche Corona-Maßnahmen zur Zeit des Saisonstarts gelten. Im schlimmsten Fall dürfen wir nicht spielen oder nur ganz wenige Zuschauer in die Halle lassen.“ Sollte es zu einem erneuten Lockdown kommen, hätte die BG dann nur einen Import-Spieler auf der Gehaltsliste.

Die ersten Erfahrungen bei der Umsetzung der Hygiene-Richtlinien werden die Dorstener wie auch der BSV Wulfen beim Halbfinale des Vest-Cups am 5. September sammeln können. Am Einlass müssen die Besucher registriert werden, und auch die Sitzordnung auf der Tribüne unterliegt der Corona-Verordnung. Kemper sagt: „Unsere eigenen Fans kennen wir so gut, um zu wissen, wer mit wem verwandt ist und zusammensitzen darf. Bei den Recklinghäusern ist das schon schwieriger.“

Budget bleibt dasselbe wie im Vorjahr

Auf keinen Fall habe die Beschränkung auf einen Importspieler etwas mit dem Rückgang von Sponsoren-Geldern zu tun: „Die Fluktuation der Sponsoren lag im normalen Bereich. Unser Budget bleibt dasselbe wie in den letzten Jahren.“

Kemper denkt auch an die letzte Saison zurück, als man zwar mit Adam Pickett und Jon Pedroso zwei Imports verpflichtet hatte, der Spanier sich aber nach kurzer Zeit als Totalausfall erwiesen hatte und Ersatz geholt werden musste: „Das hat ja auch funktioniert. Wenn es mit der Umsetzung der Corona-Regeln gut läuft, werden wir auch einen zweiten Import holen, aber nur wenn es Bedarf gibt. Dann können wir sogar genau planen, für welche Position wir einen ausländischen Spieler brauchen.“

Ziel sei es, auf jeden Fall die Play-Offs zu erreichen. Das sei im letzten Jahr nicht an den Imports, sondern an der unglaublichen Verletzungsmisere gescheitert.

Lukenda hätte gerne zwei Import-Spieler gehabt

Für Trainer Franjo Lukenda ist diese Situation nicht optimal: „Natürlich hätte ich gerne zwei Importspieler. Nun habe ich nur einen, für den ich allerdings auch nicht so viel Geld ausgeben durfte.“ Die Wahl fiel auf den 23-jährigen Aufbauspieler Marquavias „Mark“ Gordon, der in der NAIA an der Keiser University in Florida in seinem Senior-Jahr bei 27 Einsätzen stolze 27,5 Punkte pro Spiel erzielte.

Ein wenig unzufrieden mit der Vereinspolitik ist der Coach aber doch, und auch in der Mannschaft habe es Unverständnis gegeben: „Wir haben immer zu verstehen gegeben, dass wir sofort für Marketingmaßnahmen bereitstünden, um neue Sponsoren zu finden oder alte bei der Stange zu halten. Leider ist in dieser Hinsicht noch nicht soviel passiert.“

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