Nach 20 Jahren wieder in Dorsten

dzÜberraschendes Wiedersehen

Vor 20 Jahren war er in Dorsten ein Publikumsmagnet. Jetzt stattete er der alten Wirkungsstätte erstmals wieder einen Besuch ab. Die Erinnerungen reichten dabei von Dunking bis Döner-Sauce.

Dorsten

, 30.12.2019, 12:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor 20 Jahren war er für die BG Dorsten Hoffnungsträger und Publikumsmagnet zugleich. Mit seiner spektakulären Spielweise ebnete der US-Amerikaner Robert Palmer der Herrenmannschaft der BG den Weg in die 1. Regionalliga. Für seine Teamkollegen war der Mann aus Louisiana jedoch mehr als nur ein Punktegarant. Er wurde zum Freund, und diese Freundschaft hielt bis heute.

Robert Palmer war in seinen anderthalb Jahren bei der BG Dorsten Punktelieferant und Publikumsliebling.

Robert Palmer war in seinen anderthalb Jahren bei der BG Dorsten Punktelieferant und Publikumsliebling. © Rüdiger Eggert

„Klar, ich komme“, meinte Palmer, als er vor kurzem mit Thomas Herrmann telefonierte, damals Teammanager der BG und bis heute mit seinem Ex-Spieler in Kontakt. „Rob hatte erwähnt, dass er mit seiner Lebensgefährtin deren Bruder in Manchester besuchen wollte. Und von da sei es ja nicht mehr weit bis Dorsten, habe ich gesagt“, erzählt Herrmann.

Spontane Zusage

Mit Palmers spontaner Zusage hatte er gar nicht gerechnet. Doch in der Weihnachtswoche war es dann so weit. Robert Palmer, inzwischen 45 Jahre alt, besuchte für zwei Tage seinen alten Mannschaftskollegen Alen Basic in Düsseldorf, wo er auch Thomas Herrmann traf. Beim Uerigen wurden die ersten Erinnerungen ausgetauscht und auch ein Treffen in Dorsten ausgemacht. Thomas Herrmann versuchte, noch weitere Teamkollegen zu mobiliseren, doch das gestaltete sich schwierig. Lediglich Aufbauspieler Dirk Ewald fand den Weg ins Deutsche Eck nach Holsterhausen, die anderen waren verhindert.

Mit Thomas Herrmann (l.), Alen Basic (2.v.l.) und Dirk Ewald (r.) schwelgte Robert Palmer (2.v.r.) beim Besuch in Dorsten in Erinnerungen.

Mit Thomas Herrmann (l.), Alen Basic (2.v.l.) und Dirk Ewald (r.) schwelgte Robert Palmer (2.v.r.) beim Besuch in Dorsten in Erinnerungen. © Privat

Am launigen Abend bei Anekdoten, Pils und Steaks ändert das natürlich nichts. „Ich musste damals den Ball nur von links Richtung Korb werfen und konnte mich drauf verlassen, dass Rob ihn irgendwie verwerten würde“, erinnerte sich Dirk Ewald an manches spektakuläre Zuspiel.

Dem Sport bis heute treu geblieben

Auch Thomas Herrmann wunderte sich: „So physisch stark hatte ich Rob gar nicht in Erinnerung.“ Und das liegt nicht nur an den 1,96 m des Amerikaners, sondern daran, dass Palmer dem Sport auch nach seinen zwei Spielzeiten in Dorsten und weiteren zweien in Portugals erster Liga treu geblieben ist. Am Calcasieu Parish Schoolboard betreut er neben einem Highschool-Team auch behinderte Kinder und bringt sie dem Sport näher.

Abstecher zum Yasemin

Rob Palmer musste natürlich viel von sich und der Zeit „nach Dorsten“ erzählen. Doch er wollte auch viel wissen. Unter anderem, ob es den Imbiss Yasemin und dessen leckere Sauce noch gebe. Ein Essen in Hervest saß wegen des Termins im Deutschen Eck nicht drin, doch für ein Erinnerungsfoto machte Palmer noch einen Abstecher zur Halterner Straße.

In absehbarer Zeit wird er aber seine Lieblingssauce aber sicher auch wieder probieren dürfen. „Eine Whats App-Gruppe mit den ehemaligen Teamkollegen ist gegründet“, erzählte Thomas Herrmann, „viele wollen ein weiteres Treffen. Und nicht erst wieder in 20 Jahren.“