BG Dorsten und BSV Wulfen gehen auf dem Zahnfleisch

Basketball

Die BG Dorsten wird am Samstag in Deutz in ähnlicher Besetzung antreten wie am vergangenen Wochenende. Auch der BSV Wulfen hat vor dem Derby gegen Herten wieder eine dicke Krankenakte.

von Ralf Weihrauch, Andreas Leistner

Dorsten, Wulfen

, 06.12.2019, 19:15 Uhr / Lesedauer: 3 min
Die BG Dorsten und der BSV Wulfen gehen auch an diesem Wochenende mit erheblichen Personalproblemen in ihre Spiele gegen Deutz und Herten.

Die BG Dorsten und der BSV Wulfen gehen auch an diesem Wochenende mit erheblichen Personalproblemen in ihre Spiele gegen Deutz und Herten. © Joachim Lücke

1. Regionalliga West

Deutzer TV - BG Dorsten

Sa. 18.30 Uhr, SH der Fachhochschule Deutz, Reitweg, 50679 Köln-Deutz.

Die Verhandlungen bezüglich eines neuen Imports sind noch nicht zum Abschluss gekommen. Trainer Franjo Lukenda erklärt die vielfältigen Gründe: „Der Spieler ist in Italien noch in einem Vertrag, das macht die Verhandlungen etwas schwieriger. Auch läuft die Kommunikation mit dem Agenten nicht bestens. Wenn es aber mit diesem Spieler nicht klappt, dann suchen wir einen anderen.“

Viel lieber als ein neuer Import wäre ihm, dass alle vorhandenen Spieler gesund wären. Doch das ist nicht der Fall. Lukenda glaubt zwar, dass die Bank voller ist als in Grevenbroich, doch so richtig froh ist er nicht: „Vielleicht können Gerrit Budde und Rene Penders ein paar Minuten spielen, mehr als acht Spieler oder neun werde ich aber wohl nicht haben.“ Die Hauptlast wird weiter auf den Schultern derer liegen, die schon in Grevenbroich fast die gesamte Spielzeit auf dem Feld standen: „Willi Köhler wird es gegen Lennart Boner genau so schwer haben, wie am letzten Samstag.“

Deutz trumpfte zuletzt stark auf

Der Deutzer TV hat aus den letzten vier Spielen drei Siege geholt. Das knappe 65:67 im Derby gegen die RheinStars ist auch ein Beweis dafür, dass die Kölner deutlich besser in Form sind als bei ihrer 69:80-Niederlage im Hinspiel.

Die Dorstener drohen hingegen, ihr Saisonziel aus den Augen zu verlieren, denn nach der letzten Niederlage stehen sie nur noch auf dem neunten Platz. Lukenda schlägt noch keinen Alarm: „Wenn wir bis zum Winter noch ein Spiel gewinnen, dann können wir in Bestbesetzung noch alles richten. Verlieren wir beide Spiele, dann müssen wir tatsächlich am obersten Limit spielen, um in die Play-Offs zu kommen.

BSV Wulfen - Hertener Löwen

Sa. 20.30 Uhr, SH Gesamtschule Wulfen, Schultenfelder Allee/Midlicher Kamp, 46286 Dorsten.

Eine halbe Stunde später als üblich bitten die Wulfener am Samstag die Löwen zum Tanz. Weil in der Fußball-Bundesliga Schalke 04 bei Bayer Leverkusen das Abendspiel bestreitet. Um den kranken BSV-Spielern Zeit zur Genesung zu geben, werden diese 30 Minuten extra aber wohl nicht reichen.

Viele Fragezeichen

Aufbauspieler Alexander Winck liegt mit Grippe im Bett und dürfte ausfallen. Ein Fragezeichen steht auch hinter Michael Haucke. Der 2,10-m-Mann musste nach dem Spiel gegen Herford auch in Rhöndorf passen. Haucke machte sich bei den Dragons zwar warm, signalisierte dann aber: „Es geht nicht.“ Trainer Gary Johnson hofft nun, dass sich sein wichtigster Mann unterm Korb erholt hat.

Dasselbe gilt für Nils Peters, der nun auch schon zwei Spiele aussetzen musste. Keine Hoffnung besteht dagegen bei Sadiq Ajagbe. Der Powerforward hat sich in Rhöndorf am selben Knöchel verletzt wie im Köln-Spiel und fällt aus.

Eine gute Nachricht gibt es für Gary Johnson allerdings: Hendrik Bellscheidt, der vergangene Woche beruflich verhindert war, ist diesmal wieder mit von der Partie. Im Hinspiel in Herten, das der BSV mit 78:91 verlor, war der Flügelspieler nicht dabei gewesen. Angesichts der Personalnöte doppelt wichtig, denn die Löwen haben eine bärenstarke Startformation.

Ex-Wulfener ist bester Hertener Werfer

Erfolgreichster Hertener Werfer ist mit Center Dijon Smith ein Ex-Wulfener. Der 2,04-m-Mann aus Omaha spielte 2011 in der 2. Bundesliga Pro B für den BSV. Es war die erste Station des heute 30-Jährigen in Europa. Später war er für Herford, Düsseldorf und Adler Frintrop am Ball, bevor er 2017 zu den Löwen kam. Mit 17 Punkten pro Spiel führt er die Hertener knapp vor Flügelspieler Semor Albinovic (15,8) an. Doch auch die weiteren Starter der Hertener – Lyuben Paskov (12,6), Felix Fuhrmann (11,2) und Mathias Perl (10,9) – punkten allesamt zweistellig.

Will der BSV gegen Herten gewinnen, muss er mindestens einen dieser Leistungsträger aus dem Spiel nehmen und Löwen-Trainer Cedric Hüsken zu Wechseln zwingen. Für den entsprechenden Druck in der Verteidigung bräuchte Wulfen jeden verfügbaren Spieler. Doch das sind eben längst nicht alle.

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