BG Dorsten war ohne Chance

Basketball

Gegen die BBG Herford hat die BG Dorsten nicht den Hauch einer Chance. Damit nicht genug: Sam Egedi wird nach Disqualifikationen für mindestens ein Spiel gesperrt

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 12.01.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
BG Dorsten war ohne Chance

Adam Pickett war Topscorer der BG Dorsten, blieb aber mit 17 Punkten auch unter seiner üblichen Ausbeute. © Joachim Lücke

Die Misere bei der BG Dorsten wird immer schlimmer. Das 67:96 gegen die BBG Herford hat gezeigt, dass es nicht nur basketballerische Probleme gibt, sondern auch die Nerven anscheinend blank liegen.

1. Regionalliga West

BG Dorsten - BBG Herford

67:96 (35:49)

Captain Willy Köhler blaffte nach dem Spiel die beiden Imports Adam Pickett und Sam Egedi an, weil sie nicht beim Abbau geholfen hatten, sondern sich schnell umgezogen und mit den Herforder Amerikanern geredet hatten: „Was sollen die Fans und Zuschauer für einen Eindruck von Euch haben?“

Viel schlimmer konnte der Eindruck ohnehin nicht werden. Sam Egedi bekam kurz vor dem Ende ein disqualifizierendes Foul, weil er Herfords Omar Zemhoute während einer Spielunterbrechung von hinten umgestoßen hatte. Der Brite wird nun mindestens ein Spiel fehlen. Zu dem Zeitpunkt saß Adam Pickett auch schon mit dem fünften Foul auf der Bank.

Die Konstanz fehlt

Die BG Dorsten spielt gerade so wie sie trainiert: Ohne Konstanz und mit mehr Tiefen als Höhen. Franjo Lukenda ist ein bisschen frustriert: „Wir bräuchten drei Wochen Pause, damit alle gesund werden und drei weitere,damit sich auch fit werden.“

Da das aber nicht geht, kommen solche Spiele wie am Samstagabend zustande. Manchmal spielten die Gastgeber gut, doch es reicht nicht, um diese Leistung ständig abzurufen. Eine Mannschaft wie Herford, die sich noch kurzfristig mit dem Litauer Davinius Zvinklys aus Düsseldorf verstärkt hatte nutzt solche Schwächen gnadenlose aus.

Dorsten führte 15:10, erlaubt Herford aber eine 10-0-Serie. Das war der Anfang vom Ende. Lukenda schimpfte: „Wir kennen jeden Spieler der Herforder seit Jahren und wissen, wie sie spielen. Dennoch haben wir nicht darauf reagiert.“

Fehlwürfe in Serie

Herford lag mach dem ersten Viertel 28:21 in Führung. Diese Führung wuchs ständig, weil sich die BG beispielsweise zu Beginn des zweiten Abschnitts ein halbes Dutzend Fehlwürfe in Folge leistete. Das 35:49 zur Pause deutete ungefähr man, wohin die Reise gehen würde.

Da halfen auch keine Auszeiten der Dorstener Bank mehr. Die Gastgeber waren derart chancenlose, dass sich sogar ab und zu der Eindruck der Luslosigkeit breit machte. Gerade die Imports hatten die Spiel gedanklich abgehakt und konzentrierten sich darauf, das Match als Showcase zu gestalten.

Trotz der zeitweilige Trostlosigkeit der Dorstener Vorstellung, gab es auch einige positive Aspekte bei der BG Dorsten. So zeigte sich Sven Morlock nach seiner Verletzung wieder auf dem Weg der Besserung. Er zeigte sehr solide zehn Minuten, die auf mehr hoffen lassen. Auch Lakki Sinnathamby durfte 13 Minuten wieder zeigen, dass er Basketball spielen kann und topfit ist. Der mit Abstand kleinste Spieler auf dem Feld holte zwei Rebounds, hatte zwei Assists und machte auch vier Punkte, als er sich unter dem Korb gegen die Herforder Riesen durchsetzte.

BG: Sinnathamby (4), Pelaj (10/2), Penders, Schmidt (1), Köhler (4), Budde (0), Morloch (5/1), Egedi (13), Pickett (17/3), Peters (12/4), Voca (1).

Lesen Sie jetzt