BSV Wulfen hat noch zu viele Sorgenkinder

dzBasketball

Mit der Niederlage in Ibbenbüren musste der BSV Wulfen rechnen. Dabei gab es am Samstag durchaus Lichtblicke, doch der BSV hat auch viele Sorgenkinder.

Wulfen

, 04.10.2020, 13:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Vergleich zum Saisonauftakt gegen Leverkusen zeigten sich die BSV Münsterland Baskets am Samstag in Ibbenbüren deutlich verbessert. Zum Sieg reichte das aber noch nicht, dafür hatte Wulfen noch zu viele Probleme.

1. Regionalliga West

bringiton Ballers Ibbenbüren - BSV Wulfen

83:71 (43:36

Problemfall Nummer eins und zwei sorgten bei Trainer Gary Johnson schon vor dem Spiel für Sorgenfalten: Michael Haucke meldete sich erneut mit Rückenproblemen ab und Erik Neusel knickte beim Donnerstagstraining um und war ebenfalls nicht einsatzfähig. Bei beiden sollen Arztbesuche am Montag Klarheit bringen, wie lange sie ausfallen.

Mit den beiden fehlten dem BSV natürlich zwei Akteure, die mit ihrer Größe vor allem in Korbnähe hätten Akzente setzen können. Gary Johnson hofft deshalb, dass Hauckes Rückenschmerzen nach exakter Diagnose erfolgreich behandelt werden können: „Ich glaube nicht, dass er wirklich langfristig fehlen wird.“ Bei Erik Neusel rechnet der Trainer mit drei bis vier Wochen Pause.

Problemfall Nummer drei war in Ibbenbüren US-Aufbauspieler Bryant Allen, mit 17 Punkten zwar erneut Topscorer seines Teams, aber bei einer Trefferquote von 1:7 aus dem Dreier-Bereich noch weit von der Form entfernt, die der BSV von ihm erwartet und auch braucht.

Auch bei ihm ist Gary Johnson aber optimistisch: „Bryant kommt langsam. Man merkt ihm aber an, dass er die Vorbereitung mit der Mannschaft verpasst hat. Er muss mehr Leistung bringen, aber das wird er. Er ist ein Athlet und er ist schlau.“

Wenn neben Allen aber auch Leistungsträger wie Alexander Winck und Sadiq Ajagbe ihrer Form hinterher laufen und mehr Ballverluste als Punkte produzieren, wird es für Wulfen schwer in der 1. Regionalliga. Da nützt es auch nichts, das Jonas Kleinert, Nils Peters und Lukas van Buer am Samstag allesamt hervorragend spielten.

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Ibbenbüren spielte im ersten Viertel mit einfachen Mitteln eine 19:12-Führung heraus, der der BSV im Grunde bis Spielende hinterher lief. Das zweite Viertel war mit 24:24 ausgeglichen, im dritten schnupperte der BSV beim 49:45 sogar kurzzeitig an der Wende. Doch letztlich war Ibbenbüren zu clever und im Schlussviertel auch an der Freiwurflinie zu nervenstark, um sich Vorsprung und Sieg noch aus der Hand nehmen zu lassen.

Schwere Aufgaben warten

Auf die Münsterland Baskets warten nach dem verpatzten Saisonstart nun weitere schwere Aufgaben. Am Freitag müssen sie bei den Dragons Rhöndorf antreten, die ihre Qualitäten gerade bei der BG Dorsten bewiesen haben, und am Samstag der folgenden Woche (17. Oktober) geht es dann zu Überraschungs-Tabellenführer Deutzer TV, der die BBG Herford schon geradezu sensationell mit 78:50 bezwang. Wenn Wulfen dort bestehen will, braucht es alle seine Leistungsträger – und am besten in Normalform.

BSV: Silic (6/2), Winck (2, 6 Assists), Allen (17/1, 5 Assists), Ajagbe (7), Steffens, Kleinert (16/2), Peters (11/1, 8 Rebounds), van Buer (12), Wessel, Hohmann.

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