Erste Hallensportart in NRW verschiebt den Saisonstart auf 2021

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Die steigenden Corona-Zahlen haben im NRW-Amateursport erstmals dafür gesorgt, dass der Landesverband einer Hallensportart den Saisonstart um mehrere Monate bis ins nächste Jahr verschiebt.

NRW

, 20.10.2020, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Fußball häufen sich aktuell die Spielabsagen wegen Corona- oder Corona-Verdachtsfällen. Viele Stimmen fordern bereits eine Unterbrechung der Saison. Im Hallensport ist ein Verband nun schon vor der Aufnahme des eigentlichen Ligabetriebs aktiv geworden.

Bei einer Video-Konferenz des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) hatte sich die überwiegende Mehrheit der Clubs am Montag dafür ausgesprochen, den für Ende Oktober anvisierten Saisonstart zu verschieben. Der WBV-Vorstand versprach eine zeitnahe Entscheidung und kam schon am Dienstag zu einem Ergebnis.

Saisonstart erst im Januar

Danach wird der Saisonbeginn in den Senioren- und Jugendligen vorerst bis Januar 2021 verschoben. In den Regionalligen will der WBV noch eine Abstimmung mit den betroffenen Vereinen vornehmen. Hier hatten die Vereine am Montag darauf hingewiesen, dass es zu Problemen im Bereich des Sponsorings oder der Spielerverträge kommen könnte. Die 1. Regionalliga hatte den Spielbetrieb bereits Ende September aufgenommen.

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Für den Sport sei es notwendig, „einen spürbaren Beitrag dazu zu leisten, dass sich das Infektionsgeschehen in NRW nicht weiter ausbreitet und eingedämmt werden kann“, heißt es in der Erklärung des WBV-Vorstandes auf der Homepage des Verbandes. Nur wenn das Infektionsgeschehen auf einem niedrigen Niveau bleiet, habe der Basketball eine Chance, in allen Ligen einen Spielbetrieb zu gestalten. Viel wichtiger noch sei aber, dass die Vereine einen Trainingsbetrieb durchführen können: „Nur so kann vermieden werden, dass sich Spieler*innen von unserer Sportart abwenden.“ Diese Gefahr hatten die Vereinsvertreter am Montag in der Video-Konferenz eindringlich beschrieben.

Verkürzter Spielbetrieb bis Juni?

Auch wenn sich alle nach dem Lockdown im Frühjahr und der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes im Sommer auf die neue Saison gefreut hätten, bleibe dem Präsidium derzeit keine andere Möglichkeit, als die Saison bis zunächst Januar 2021 zu verschieben. „Vielleicht“, so die Hoffnung der WBV-Führung, „sind dann die Infektionszahlen so, dass ein verkürzter Spielbetrieb bis Juni 2021 stattfinden kann.“

Freundschaftsspiele sind erlaubt

Freundschaftsspiele können die Vereine bis zum Saisonstart in Eigenregie ausrichten. In den kommenden Wochen und Monaten will der WBV weiter in regelmäßigen Abständen virtuelle Konferenzen anbieten, um im engen Dialog mit den Clubs zu bleiben.

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