Assassin Fighting Championship - der erste Fight begann um 6 Uhr morgens

dzKampfsport

Bei der Assassin Fighting Championship VII stieg Ilias Essaoudi am Samstag nicht selbst in den Ring. Einen harten Kampf musste er trotzdem bestehen.

Wulfen

, 01.12.2019, 11:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als er am Samstagmorgen auf sein Handy schaute, musste Ilias Essaoudi kräftig schlucken. Per WhatsApp hatte Manja Thies für die abendliche Fighting Championship des Teams Assassin abgesagt. Die Kielerin war als Gegnerin für Essaoudis Frau Eda bei deren Comeback-Kampf vorgesehen, eine der Hauptattraktionen des Abends. Und die drohte nun zu platzen.

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Assassin Fighting Championship VII

Mit der siebten Auflage seiner Fighting Championship feierte das Team Assassin aus Wulfen Premiere in der Sporthalle der Gesamtschule.
01.12.2019
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Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Joachim Lücke
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner
Assassin Fighting Championship VII 2019© Andreas Leistner

„Es ist schon schwer genug, eine passende Boxerin zu finden“, erzählte der Chef des Teams Assassin am Abend, „aber binnen eines Tages?“ Das schien nahezu unmöglich. Doch Essaoudi ließ seine Kontakte spielen. Telefondrähte – wenn es sie denn in Handyzeiten noch gäbe – gerieten ins Glühen, und schließlich wurde Essaoudi fündig.

Essaoudi war die Aktivere

Saliha Eran vom KSC Wuppertal sprang ein. Sie rettete damit nicht nur einen zentralen Programmpunkt des Abends, sondern verkaufte sich gegen Eda Essaoudi durchaus gut. Die Wulfenerin war zwar die deutlich aktivere Kämpferin, musste aber vor Erans Schlagkraft stets auf der Hut sein.

„Es war natürlich unmöglich, mich vorher auf sie einzustellen. Ich kannte sie ja nicht mal“, meinte Essaoudi nach ihrem klaren Punktsieg. Schwer war der Kampf aber natürlich auch, weil der 24-Jährigen nach zwei Jahren Wettkampfpause noch das rechte Ring-Feeling fehlte. „Das wird wohl auch erst nach ein paar Kämpfen wiederkommen“, sagte sie. Der nächste ist deshalb schon geplant, im Februar in Oberhausen.

Ehemann Ilias durfte also nach dem Kampf seiner Frau doppelt aufatmen. Er hatte nicht nur stattgefunden, sondern Eda Essaoudi hatte auch noch an alte Form angeknüpft.

Kämpfer von 8 bis 15

Zufrieden sein durften die Veranstalter der Fighting Championship aber auch mit anderen Teilen der Veranstaltung. Sänger Anderson wusste bei seinen Auftritten ebenso zu gefallen wie der Dorstener Weihnachtszirkus der Familie Kaselowsky mit seinen Showeinlagen, und auch die übrigen Kämpfe hielten, was sie versprachen. Am Nachmittag waren zunächst die Nachwuchskämpfer in den Ring gestiegen, der älteste 15, der jüngste gerade mal 8 Jahre alt. Sechs von ihnen kamen vom Team Assassin, nach dem Start in Hervest mittlerweile am Wulfener Markt ansässig, also ganz in der Nachbarschaft der Gesamtschulhalle, in der die Fighting Championship am Samstag stattfand. Zum ersten und – wie Eda Essaoudi versicherte – bestimmt nicht zum letzten Mal. Doch beim nächsten Mal dürfen dann ruhig ein paar Zuschauer mehr kommen. Denn das war der einzige kleine Makel des Tages.

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