100 Jahre SuS Hervest-Dorsten - ein Festakt und viele Fotos

dzFussball

Mit dem Spiel gegen die Dorstener Stadtauswahl hatte die 100-Jahr-Feier von SuS Hervest-Dorsten am Freitag einen tollen Auftakt erlebt. Die Tage zwei und drei konnten aber locker mithalten.

Hervest

, 16.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Samstag gehörte zunächst der Jugend. Vielleicht auch deshalb, weil die älteren Semester sich erst einmal noch von der Party mit DJ Peter Suttrop vom Vorabend erholen mussten. Andree Gramadtke vom Hervester Organisationsteam schwärmte noch am Sonntag vor allem von der Dorstener Stadtauswahl: „Die Jungs haben bis 4 Uhr morgens mitgefeiert, Oberkörper frei. Klasse! Großes Kompliment an Kiki Gabmaier, der diese Truppe zusammengestellt hat. Das war, als spielten die schon ewig und drei Tage zusammen.“

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100 Jahre SuS Hervest-Dorsten

Drei Tage lang feierte der SuS Hervest-Dorsten am Wochenende sein 100-jähriges Bestehen. Vom Spiel gegen die Dorstener Stadtauswahl über eine Spielfest für die Jugend bis zu zwei rauschenden Partys im Clubheim reichte das Programm und ließ damit keine Wünsche offen.
16.06.2019
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100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Privat
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Privat
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Andreas Leistner
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Andreas Leistner
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Andreas Leistner
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Andreas Leistner
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Andreas Leistner
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Andreas Leistner
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Privat
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Ralf Pieper
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Privat
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Privat
100 Jahre SuS Hervest-Dorsten© Privat

Natürlich ließen sich auch die anderen Gäste nicht lumpen. „Wenn wir eins können, dann feiern“, stellte Andree Gramadtke am Sonntag beim offiziellen Festakt fest. Im Clubheim am Ellerbruch wurde dabei die Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Clubs geschlagen.

Cipa ruft zur Mitarbeit auf

SuS-Vorsitzender Kay Cipa blickte dabei zunächst in die jüngere Vergangenheit und die Gegenwart und scheute sich nicht, Probleme anzusprechen. „Uns fehlt zum Beispiel eine ganze Generation jener Spieler und Akteure, die den Verein in den 60er Jahren erfolgreich gemacht haben“, sagte er in seiner Rede. Cipa rief die Angesprochenen auf: „Kommt zu mir! Sagt mir, wenn euch etwas stört. Wir werden einen Weg finden.“

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Auch die Führungskrise vor drei Jahren und die Bemühungen um mehr Jugendliche verschwieg der SuS-Vorsitzende nicht: „Wir wussten 2016 nicht, ob wir das 100-Jährige überhaupt erreichen, und für einen Stadtteil von 13.000 Menschen haben wir viel zu wenig Jugendliche. Aber: Wir arbeiten daran. Bei allen Problemen: Der SuS Hervest-Dorsten lebt.“

Stockhoff versteht den „Kunstrasen“-Wink

Bürgermeister Tobias Stockhoff gab Cipa mit auf den Weg, dass ein Kunstrasenplatz bei den Bemühungen des Vereins um eine bessere Zukunft sicher hilfreich sei. „Diesen Wink habe ich verstanden“, nahm Stockhoff den Ball auf, verwies aber auch darauf, dass die Stadt Initiative und Hilfe aus den Vereinen heraus brauche. In dieser Hinsicht habe er mit dem SuS aber bereits gute Erfahrungen gemacht.

Auch der Bürgermeister konnte in seiner Rede „Historisches“ beisteuern: „Ich habe mich immer gefragt, warum früher so viele Spieler vom SuS und vom BVH bei der Stadt beschäftigt waren. Dann bin ich drauf gekommen, dass die Vereinsvorsitzenden Heinz Biermann und Willi Salamon an den Schaltstellen der Verwaltung saßen. Die haben dann die Spieler nach dem Motto verteilt ,Einen du, einen ich‘.“

Gutes Verhältnis mit dem BVH

Dass das Verhältnis zwischen den Hervestern und dem BVH weit besser ist und war, als es früher gerne kolportiert wurde, bewiesen auch andere Wortbeiträge. Thomas Fries etwa, Vorsitzender der Fachschaft Fußball im Stadtsportverband, blickt als 2. Vorsitzender des BVH auch auf 25 Jahre am Ellerbruch zurück und auf einen Opa, der eins den Vereinsnamen SuS rettete.

Auch BVH-Vorsitzender Uli Canovi berichtete, dass er ursprünglich aus Hervest stamme und nur zufällig nach Holsterhausen gekommen sei: „Irgendwie“, so Canovi, „haben wir alle eine Hervester Vergangenheit.“

Szesny ließ alte Zeiten aufleben

Und wie die in den Glanzzeiten des Vereins aussah, schilderte Friedhelm Szesny, Mitglied der legendären Mannschaft aus den 60er Jahren. Er würdigte Vorsitzende wie Erwin Otte, dankte den Familien Bernhardt und Roccaro für ihr Engagement und erinnerte an Vereinslegenden wie Sir Henry Cipa, Ewald Albersmann, Willi Grewer oder Georg Stürz. Als Szesny ihnen zu Ehren zu einer Schweigeminute aufrief, da wurde es im Ellerbruch-Clubheim sogar an der Theke ausnahmsweise einmal ganz leise.

Danach? Danach wurden noch ein, zwei Bier getrunken − bis in den frühen Morgen.

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