Zwei Wacker-Joker stechen spät gegen Wattenscheid

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Einen steinigen Weg musste Wacker Obercastrop gehen, um am Stadtgarten Wattenscheid den vierten Sieg im sechsten Saisonspiel einzufahren.

Obercastrop

, 15.09.2019, 19:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SV Wacker Obercastrop hat am Sonntag seinen dritten Platz in der Fußball-Landesliga gefestigt. Beim Sieg am sechsten Spieltag bei der DJK Wattenscheid (12.) schwitzten die Castrop-Rauxeler und ihre zahlreichen Kicker nicht nur wegen der 23 Grad Celsius im Schatten. Denn die den Sieg bringenden Tore fielen erst in der Schlussviertelstunde.

Letztlich hatte die Elf von Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu verdient mit 5:2 (2:1) am Stadtgarten Wattenscheid die Nase vorn – obwohl sie Mitte der zweiten Halbzeit den Raum gaben, selbst in Führung zu gehen.

Rückstand wettmachen

Auf dem steinigen Weg zum Sieg mussten die Wackeraner erst einmal einen 0:1-Rückstand wettmachen. Nach einem Einwurf produzierten sie auf ihrer linken Seite ein Foul. „Das muss man cleverer lösen“, rief Coach Uzunoglu – und ahnte offenbar, was kam. Marvin Beimborn brachte den Freistoß per Flanke nah ans Tor heran. Und dort nickte sein Kapitän Matthias Kaiser das Leder ein (21.).

Die Obercastroper schüttelten sich und antworteten nach einer halben Stunde. Ihr schneller Goalgetter Sven Ricke kam bei einem Konter 14 Meter vor dem Gehäuse einen Tick schneller an den Ball als Keeper Max Slaby. Beide prallten zusammen. Schiedsrichter Dennis Joseph (Dortmund) entschied auf Elfmeter. Diesen verwandelte Elvis Shala mit einem Schuss ins rechte Eck zum 1:1 (28.).

Eckball landet direkt im Tor

Shala war es auch, dem die 2:1-Pausenführung gelang (42.). Das war hohe Kunst. Der Stürmer verwandelte per Linksschuss einen Eckball von der rechten Seite direkt. Das Leder landete am zweiten Pfosten im Winkel.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit traten die Wattenscheider angetrieben von den eingewechselten Rene Löhr und Marcel Backes lebendiger als die Wackeraner auf. Deshalb verdienten sie sich auch ihr Tor zum 2:2 (70.). Obercastrops Keeper David Scholka konnte einen Freistoß von Löhr nur abklatschen lassen – und Marco Gruner staubte zum Ausgleich ab.

Zwei Wacker-Joker stechen spät gegen Wattenscheid

Der Wacker-Abwehrverbund hatte in Wattenscheid nur Probleme mit Freistößen von den Außenpositionen. Bei Schüssen in zentraler Position ließen sie keinen Ball passieren. © Jens Lukas

Jetzt bekamen die Wackeraner die zweite Luft. Bei ihrem Treffer zum 3:2 (76.) nutzten sie die offensichtlich fehlende Landesliga-Erfahrung von Wattenscheids Keeper Slaby. Sven Ricke trat einen Eckball in Richtung Torhüter. Dieser sprang nicht zum Ball und musste mit ansehen, wie Abwehrorganisator Dirk Jasmund einköpfen konnte.

Lupfer aus 40 Metern

Danach schlug die Stunde der Einwechselspieler: Für das 4:2 (82.) sorgte nach einem Konter Marc Schröter. Wenige Meter hinter der Mittellinie überlupfte er den aus seinem Gehäuse eilenden Slaby. Und auch dem zweiten Wacker-Joker war ein Tor vergönnt: Martin Kapitza schloss einen Konter über Linksaußen mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 5:2 (89.) ab.

Am kommenden Sonntag, 22. September, kann sich der SV Wacker dem ersten Platz nähern – ein Sieg beim SV Brackel (15.) im vierten Auswärtsspiel in Serie vorausgesetzt. Denn im Topspiel stehen sich der TuS Bövinghausen (2.) und der Kirchhörder SC gegenüber. Den Obercastropern würde hier ein Unentschieden gefallen.

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