Wacker Obercastrop startet mit breiter Brust - sieht sich aber nicht als Titelfavorit

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Fußball-Landesligist Wacker Obercastrop hat die Stadtmeisterschaft gewonnen und in Testspielen mit hochkarätigen Neuzugängen zwei Westfalenligisten düpiert. Was ist diese Saison möglich?

Obercastrop

, 06.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SV Wacker Obercastrop geht in seine zweite Landesliga-Saison. Nachdem die Wackeraner vergangene Saison die Hinrunde noch auf dem zehnten Rang beendeten, reichte eine furiose Aufholjagd in der Rückrunde für Platz fünf am Saisonende. „Es gab viele Gründe, warum wir die vergangene Hinrunde so verschlafen haben. Das hatten wir in der Winterpause aufgearbeitet“, bewertet Wacker-Coach Aytac Uzunoglu die Leistungssteigerung seines Teams. Obercastrop konnte in der abgelaufenen Spielzeit an Erfahrung gewinnen, sodass durch Verstärkungen und der Weiterentwicklung der Mannschaft einer starken Saisonplatzierung eigentlich nichts im Wege steht.

Wacker Obercastrop startet mit breiter Brust - sieht sich aber nicht als Titelfavorit

Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu backt kleine Brötchen bezüglich seines Saisonzieles. © Volker Engel

Der Landesligist SV Wacker Obercastrop im Teamcheck:
Das Saisonziel

Trainer Uzunoglu meint: „Wir wollen mindestens wieder Platz fünf erreichen. Wir bleiben ambitioniert, trotzdem gibt es keine Vorgaben des Vereins oder vom Trainerteam, dass der Aufstieg Pflicht ist.“ Mit den weiteren Aufstiegsanwärtern wie dem SV Brackel, Hombrucher SV aber auch dem FC Frohlinde sieht der Coach sein Team auf Augenhöhe. Allerdings gibt es laut Uzunoglu noch ein Team, das heraussticht. Er betont: „Den TuS Bövinghausen sehe ich noch eine halbe Stufe über den weiteren Teams. Die Dortmunder müssten eigentlich aufsteigen, wenn man sich die Qualität des Kaders anschaut.“ Das Duell mit dem Top-Favoriten steigt am Sonntag, 6. Oktober, in Bövinghausen.

Wacker Obercastrop startet mit breiter Brust - sieht sich aber nicht als Titelfavorit

Siege bei der Stadtmeisterschaft sowie in Testspielen gegen Westfalenligisten feierten die Landesliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop mit Goalgetter Elvis Shala (2.v.l.). © Volker Engel

Der Stand der Dinge
Am 30. Juni ging es für die Spieler des Landesligisten in eine durchstrukturierte Vorbereitung. Die ersten zwei Wochen seien sehr von Ausdauer-Einheiten geprägt gewesen, so Uzunoglu. In der zweiten Phase der Vorbereitung wurde der Fokus verschoben. „Nach den ersten zwei Wochen gab es von Kraft- und Ausdauereinheiten im Wechsel. Dazu sind wir auch in spielnahe Übungsformen gegangen, sodass wir uns sowohl konditionell als auch spielerisch weiterentwickeln“, erklärte der Übungsleiter. Derzeit, kurz vor Saisonbeginn, geht es hauptsächlich um den Feinschliff. Wie fein schon geschliffen wurde, konnte man in den Duellen mit den Westfalenligisten YEG Hassel (2:0) und DJK TuS Hordel (3:2) erkennen. Nachdem Wacker zu Beginn der Vorbereitung die Stadtmeisterschaft gewann, dominierten sie die beiden Sparringspartner fast nach Belieben.

Die Neuzugänge
Gleich neun namhafte Transfers kann der Landesligist von der Karlstraße verbuchen. Jürgen Duah kam bereits zur Winterpause vom Bezirksligisten CSV Bochum-Linden. Martin Kapitza heuerte vom Lokalrivalen Spvg Schwerin (Bezirksliga) an. Vom Westfalenliga-Aufsteiger SV Sodingen kommen Nico Brehm und Keeper David Menken. Unterstützung aus der Westfalenliga kommt mit Lukas Kubiak (DJK TuS Hordel), Sven Ricke, Justice Agyeman (beide Westfalia Wickede) sowie Kevin Pflanz (Concordia Wiemelhausen). Als Königstransfer gilt Goalgetter Marc Schröter vom Oberligisten SV Schermbeck.

Wacker Obercastrop startet mit breiter Brust - sieht sich aber nicht als Titelfavorit

Sascha Schröder, der in der alten Saison 15 Tore erzielte, hat den SV Wacker Obercastrop verlassen. © Volker Engel

Die Abgänge
Die Verluste im Wacker-Kader halten sich in Grenzen. Die Brüder Nico und Maik Bothe wechselten zur Spvg Schwerin. Der FC Frohlinde konnte sich die Dienste von Marcel Herder sichern. Ende Juni musste der SV Wacker noch einen schmerzhaften Abgang hinnehmen: Sascha Schröder suchte eine neue Herausforderung beim Westfalenligisten TuS Sinsen. „Damit hatten wir eigentlich nicht gerechnet.“, trauert Aytac Uzunoglu seinem 15-Tore-Mann der alten Saison nach.

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