VfB-Trainer Marc Olschewski hat mehrere Baustellen - mit längeren Wartzeiten

dzFußball-Kreisliga A

Der VfB Habinghorst hatte als Ziel für diese Kreisliga-A-Liga-Saison den Bezirksliga-Aufstieg ausgegeben. Nach vier Spielen und drei Niederlagen sieht es nicht so aus, als könne diese Vorgabe erfüllt werden.

Habinghorst

, 07.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußballer des VfB Habinghorst sind spätestens nach der vergangenen Saison für schleppende Saison-Starts bekannt. Damals war der VfB frisch in die Kreisliga A aufgestiegen und hing in der Hinrunde in der unteren Tabellenhälfte fest. In der neuen Spielzeit ist es aber ungewöhnlich, da der VfB sich personell gezielt verstärkt hat. „Tabellenführer Herne-Süd ist schon zwölf Punkte weg - wir müssen nun schauen, das Bestmögliche aus dieser Saison zu machen“, so Trainer Marc Olschewski.

Derby-Sieg brachte keinen Schub

Ein 3:1-Sieg im Derby bei SuS Merklinde ist die ernüchternde Bilanz. „Wir hatten mehr erwartet, müssen jetzt den angepeilten Aufstieg aus den Köpfen kriegen und von Spiel zu Spiel denken“, sagt Olschewski, der am Sonntag, 11. Oktober, auf den zweiten „Dreier“ beim FC Frohlinde II setzt. Er warnt aber auch: „Frohlinde hat zuletzt in Unterzahl den ersten Sieg geholt.“ Zeitgleich hatte der VfB daheim 2:3 gegen den SV Holsterhausen verloren. Mit viel Pech, wie Olschewski erklärt: „Nach einer Stunde hat der Schiri eine Gelb-Rote Karte gegen Holsterhausen nicht gegeben - und uns in der 95. Minute einen klaren Hand-Elfmeter versagt.“ Zuvor hatte Tim Eckey zum 1:3 und 2:3 per Elfmeter verkürzt.

Woran aber liegt es, dass es beim VfB Habinghorst nicht nach Wunsch läuft? Das Verletzungspech ist da ein Thema. Stammtorwart Julian Jarkulisch zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu. „Er wird erst in der nächsten Saison wieder spielen“, so Olschewski. Ersatzmann Dennis Schatterny macht den Job laut Olschewski zwar ordentlich: „Er leistet sich aber zu viele leichte Fehler, die zu Gegentoren geführt haben.“ Als Alternative gibt es Sebastian Michelis.

Kruska ist ein Thema für 2021

Ex-Profi Marc Kruska erlitt ebenfalls im Training einen Meniskusschaden, der ihn zu einer Operation zwingt. Die kann er erst im November machen lassen, da er als Co-Trainer der Bundesliga-U19 des VfL Bochum gebraucht wird. Mitte November hat Bochums U19 drei Wochen lang kein Spiel. Und Kruska kann die Operation angehen. Dass er im Neuen Jahr wieder spielt, ist realistisch.

Mit Kruska ist ein Königs-Transfers weggebrochen. Zudem hat der vom Regionalligisten SV Straelen gekommene Fatlum Zaskoku laut Olschewski zwar „absolute Klasse, sich aber noch nicht an Fußball in der Kreisliga A gewöhnt“. Und Oilid Hammouda fehlt als Polizist häufiger beim Training.

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Das Verletzungspech der vergangenen beiden Jahre mit vier Kreuzbandrissen bei Olschewski selbst, Tim Eckey, Tomo Deric und nun Julian Jarkulisch macht der Trainer am schlechten Sportplatz fest: „Unser Rasen an sich ist gut, doch der Platz hat Wellen und Löcher wie ein Golfplatz.“ Die Stadt Castrop-Rauxel hat signalisiert, dass der VfB in der Zukunft einen Kunstrasenplatz bekommt. Dazu Olschewski: „Schnell wäre gut. Ich weiß aber auch, dass nicht morgen damit begonnen werden kann.“

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