TuS Ickern verliert "unglücklich aber verdient"

Handball

Die Handballer des TuS Ickern haben ihr Spieljahr 2014 mit einer Niederlage beendet. Beim VfL Gladbeck 2 unterlag der Landesligist am Samstag mit 24:29 (10:15). Auch Bezirksligist HSG Rauxel-Schwerin und die Bezirksliga-Frauen des Castroper TV konnten keine Punkte holen.

CASTROP-RAUXEL

, 14.12.2014, 18:24 Uhr / Lesedauer: 3 min
Agierte in der Abwehr recht gut: Der sechsfache Ickerner Torschütze Maurice Zendrowski.

Agierte in der Abwehr recht gut: Der sechsfache Ickerner Torschütze Maurice Zendrowski.

In der Schlussphase des ersten Durchgangs gab der TuS das Spiel dann aber zunächst aus der Hand, kassierte vier Zwei-Minuten-Strafen innerhalb von zehn Minuten. Gladbeck konnte das nahezu durchgehende Überzahlspiel dazu nutzen, sich auf 15:10 abzusetzen. Im zweiten Spielabschnitt fingen sich die Ickerner dann allerdings wieder. In dieser Phase habe sein Team "vieles richtig gemacht", befand Utech. Bis zur 46. Minute konnte seine Mannschaft, die in Maurice Zendrowski (9 Tore) ihren besten Schützen hatte, den Rückstand bis auf 19:20 verkürzen. "Leider haben wir es dann nicht geschafft den Ausgleich zu erzwingen und in Führung zu gehen, was sicherlich die Wende gebracht hätte", kommentierte der TuS-Trainer.

Stattdessen fielen die Ickerner in ihr unsicheres Spiel aus der ersten Hälfte zurück. Gladbeck nutzte die Schwächen des Gegners wiederum konsequent aus und zog innerhalb von sechs Minuten auf 26:21 davon. Damit war die Partie entschieden. Bis zum Ende blieb es beim Fünf-Tore-Abstand. 23 Fehlwürfe und ebenso viele technische Fehler hatte Utech gezählt. "Das bricht einem einfach das Genick", sagte der Ickerner Trainer, "so wird man zukünftig im oberen Teil des Mittelfeldes nicht bestehen können."

Ausschlaggebend für die Niederlage war vor allem eine schwache Anfangsphase. In der ASG-Sporthalle geriet das knapp besetzte Team der Gastgeber früh mit 0:3 und dann sogar mit 5:11 in Rücktand. Zwischenzeitlich fing sich die HSG und verkürzte auf 14:16, musste dann aber doch mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Pause gehen. Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst danach aus, als ob die Sieben von HSG-Trainer Gerald Raasch die Wende schaffen könnte. Rauxel-Schwerin, das in Björn Wieser (8) und Dennis Zinfert (7) seine besten Torschützen hatte, ging mit 24:22 in Führung. Zehn Minuten lang ließ die HSG-Abwehr keinen Treffer der Riemker zu. 

Dennoch langte es am Ende nicht ganz zum Erfolg. „Wir haben es versäumt, das Ding frühzeitig einzutüten“, kommentierte Raasch, der dennoch mit der Leistung seines Teams insgesamt recht zufrieden war. „Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte den Kampf gut angenommen“, sagte der Trainer, der die Nachwuchsspieler Alexander Materna, Nicolas Zöpel und Moritz Neuhaus ausdrücklich lobte. Neuhaus übernahm die, nach den Verletzungen von Stephan Cromme und Pascal Meyer vakante, Rechtsaußen-Position und war dort mit vier Treffen erfolgreich.

CTV-Trainer Jan Schimmelmann hatte erneut nur eine knappe Besetzung mit gerade einmal acht Feldspielerinnen aufbieten können. Sein Team tat sich mit der offenen Deckung der Gäste aus Gelsenkirchen, die nach der Hinrunde Platz vier belegen, über weite Strecken schwer. Im ersten Spielabschnitt gelangen den Castroperinnen gerade einmal fünf Treffer. Da die Abwehr aber in den ersten 30 Minuten recht sicher agierte, hielt sich der Rückstand bis zur Pause in Grenzen.

Nach dem Seitenwechsel führten die Gäste allerdings eine schnelle Entscheidung herbei. In der ersten Viertelstunde gelang dem CTV nur ein Treffer, die Gelsenkirchenerinnen zogen auf 15:6 davon. In der Folgezeit kamen die Castroperinnen, die in Denise Becker (5 Tore) ihre erfolgreichste Werferin hatten, zwar noch zu einigen Treffern, am deutlichen Rückstand änderte sich allerdings nichts mehr. Trainer Schimmelmann fehlten nun auch die Alternativen auf der Bank, zumal Janina Schimmelmann aufgrund einer Daumenverletzung in den letzten 20 Minuten nicht mehr mitwirken konnte. "Es ist natürlich schade, dass gerade das letzte Spiel des Jahres so schlecht für uns gelaufen ist", kommentierte der CTV-Trainer. Der Rückrunden-Auftakt steht für Castrop am Sonntag, 18. Januar 2015, mit der Partie gegen den Tabellenführer HSG Wetter/Grundschöttel auf dem Plan.  

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