Trainer Marco Gruszka: „Wir haben eine Mannschaft, die zu viel mehr in der Lage ist“

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Manch ein Experte sah den SuS Merklinde vor der Saison im Kreise der Aufstiegsfavoriten. Aktuell ist der SuS Siebter in der Kreisliga A. Coach Marco Gruszka sieht ein Riesenproblem.

Merklinde

, 05.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußballer des SuS Merklinde stehen nach elf Spieltagen der Kreisliga A auf dem siebten Tabellenplatz. Seit Saisonbeginn steht Marco Gruszka, der zuvor bei der Spvg Schwerin tätig war, an der Seitenlinie. Vor einigen Jahren lief der 43-Jährige bereits als Spielertrainer für den SuS auf. Wir haben mit Gruszka über sein Zwischenfazit nach einem Drittel der Saison und die Probleme des Teams gesprochen.

Herr Gruszka, aufgrund der beiden abgemeldeten Teams in der Liga hatte Ihr Team vor dem 4:1-Sieg im Stadtderby am vergangenen Sonntag gegen Arminia Ickern zwei spielfreie Wochenenden – inwiefern hat Sie das genervt?

Ich bin da etwas zwiegespalten. Einerseits kommt man natürlich aus dem Spielfluss. Andererseits taten uns diese fast drei Wochen eigentlich ganz gut, weil so einige Spieler ihre Verletzungen ordentlich auskurieren konnten. Zudem hatten wir ja auch noch ein Testspiel, sodass wir den Spielrhythmus nicht ganz verloren haben.

Der 4:1-Erfolg gegen Arminia Ickern war der fünfte Saisonsieg nach elf Spieltagen. Wie fällt Ihr Zwischenfazit nach gut einem Drittel der Saison aus?

Zufrieden bin ich natürlich nicht. Auf dem Zettel haben wir eine Mannschaft, die zu viel mehr in der Lage ist. Das hatte ich mir auch alles etwas anders vorgestellt.

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Woran hapert es denn aktuell noch?

Unser Riesenproblem ist die Chancenverwertung. Wir haben wahrscheinlich erst 20 Prozent unserer Tormöglichkeiten genutzt – und da sprechen wir auch von solchen Dingern, die aus fünf Metern weit über das Tor fliegen. Dabei haben wir mit Mike Cittrich, Linus Budde, Matondo Mbunga und einigen weiteren Spielern wirklich viel Qualität im Angriff. Hätten die ihre Torchancen konsequenter genutzt, ständen sie jetzt alle ganz weit vorne in der Torjägerliste.

Bis zur Winterpause stehen nun noch vier Partien auf dem Spielplan. Wie sehen die Erwartungen für den Rest der Hinrunde aus?

Wir wollen die Hinrunde natürlich so gut wie möglich beenden. Da wir aktuell in der Konstellation sind, dass wir weder nach oben noch nach unten Druck haben, ist es unser Ziel, jetzt noch gut in die Winterpause zu kommen. Dann wollen wir unsere Kräfte bündeln für die Rückrunde.

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