SuS Merklinde spielt am Sonntag nicht zur Prime-Time - Verein ist sprachlos

dzFußball-Kreisliga A

Eine Partie des SuS Merklinde wird am Sonntag, 27. September, bereits zwei Stunden früher angepfiffen als üblich. Der Grund: ein Spiel des FC Castrop-Rauxel. Das führt zu Unverständnis und Problemen.

Castrop-Rauxel

, 25.09.2020, 07:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Termin ist normalerweise fest eingeplant. Sonntags um 15 Uhr spielt der SuS Merklinde auf der heimischen Anlage am Fuchsweg in der Kreisliga A. Am kommenden Spieltag ist das allerdings nicht der Fall. Weil der höherklassige Sportplatznachbar FC Castrop-Rauxel in der Bezirksliga ebenfalls ein Heimspiel hat, wird das Spiel des SuS bereits um 13 Uhr angepfiffen. Vor allem in organisatorischer Hinsicht eine problematische Ansetzung.

Nicht ausreichend Umkleidemöglichkeiten

„Als ich die Anstoßzeiten gesehen habe, war ich erst einmal sprachlos“, erklärt der Sportliche Leiter des SuS, Martin Broll. Dass das Derby gegen den VfB Habinghorst am Sonntag, 27. September, bereits um 13 Uhr angepfiffen werden soll - und nicht wie seit Jahren üblich um 15 Uhr zur absoluten Prime-Time stattfindet - führe nicht nur zu logistischen Problemen, sondern vor allem auch zu Schwierigkeiten mit den derzeitigen Corona-Regeln.

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„Wir spielen um 13 Uhr. Zwei Stunden später folgt dann die Bezirksliga-Partie des FC und um 17 Uhr steht dann schon unsere Zweite Mannschaft auf dem Platz. Der unterschiedliche Eintrittspreis und die Verpflegung bei den Spielen lässt sich vielleicht noch organisieren. Aber bei der Belegung der Kabinen wird es dann echt schwierig“, betont Broll.

Da man angesichts der derzeit geltenden Vorsichtsmaßnahmen gar nicht ausreichend Umkleidemöglichkeiten für die insgesamt sechs Mannschaften zur Verfügung stellen könne, werde er seinem Kreisliga-Team nahelegen, dass eigene Clubheim zum Umziehen zu nutzen.

Fall könnte in der Rückrunde wieder auftreten

„Ich weiß gar nicht, wie das Ganze sonst funktionieren soll“, so der Sportliche Leiter. Um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, habe man dem VfB Habinghorst ursprünglich vorgeschlagen, das Spiel zu verlegen. „Das wollte der Gegner allerdings nicht, deshalb müssen wir jetzt schauen, wie wir das am Sonntag organisiert bekommen“, unterstreicht Broll.

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Laut Kreisliga-A-Staffelleiter Andreas Pelzing (FC Frohlinde) sei diese eng getaktete Konstellation zumindest in der Hinrunde eine einmalige Sache: „Es wird vermutlich so sein, dass es höchstens in der Rückrunde noch einmal dazu kommen könnte, dass an einem Sonntag gleich drei Mannschaften ein Heimspiel auf der gleichen Anlage austragen müssen.“

Bislang habe er allerdings auch noch keine Rückmeldung oder gar Beschwerde der betroffenen Vereine erhalten. „Deshalb habe ich bisher auch noch keinen Anlass gesehen, die Spiele möglicherweise umzulegen oder sogar zu verschieben“, so Pelzing.

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