Sturmflaute bei der Eintracht - "Schwere Saison"

CASTROP-RAUXEL Eintracht Ickern leidet in der Fußball-Saison 2008/09 der Kreisliga B unter "Reserve-Mangel". Gleich acht Eintrachtler werden das grün-schwarze Trikot des B-Ligisten wohl nicht mehr überstreifen. Darunter sind auch die beiden Stürmer Nico Zigard und Nabil Akrifou.

von Von Moritz Süß

, 14.07.2008, 13:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fußball-B-Ligist Eintracht Ickern nahm unter Trainer Thomas Höfener auf dem Ascheplatz an der Uferstraße das Training für die neue Saison wieder auf.

Fußball-B-Ligist Eintracht Ickern nahm unter Trainer Thomas Höfener auf dem Ascheplatz an der Uferstraße das Training für die neue Saison wieder auf.

Während Zigard die Eintracht Richtung Tus Henrichenburg verlassen hat, ist das Ziel des ebenfalls abwanderungswilligen Akrifou noch unbekannt. Ein großes Fragezeichen steht zudem hinter dem Langzeitverletzten Passi Kiassongo. Eintracht-Coach Thomas Höfener: "Wenn uns Passi auch noch verlässt, haben wir keinen Sturm mehr."

Auch Torwart Marc Böttger will kürzer treten, wird vorerst nicht mehr für die Eintracht zwischen den Pfosten stehen. Und der erhoffte Ersatz für ihn von Eintracht Waltrop kündigte kurzfristig wegen privater Probleme den Rücktritt aus dem Fußball-Geschäft an.

"Es wird eine sehr schwere Saison"

Dennoch sei Böttger nach Aussage von Höfener bereit, bei den ersten Spielen auszuhelfen. Da sich die Eintracht in diesem Jahr keiner Neuzugänge erfreuen kann, sieht Höfener für die Spielzeit 2008/09 schwere Zeiten auf den Verein zu kommen: "Es wird eine sehr schwere Saison. Wir werden tiefer stehen als in der letzten Spielzeit. Ich hoffe nicht, dass wir in den Abstiegskampf verwickelt sind." Als Grund für den mangelnden Zuwachs sieht Höfener unter anderem die Beschaffenheit des Platzes an der Uferstraße: "Es ist ja wohl klar, dass ein Kunstrasenplatz attraktiver ist als ein Ascheplatz."

Um nicht ganz ohne eine Stamm-Elf um den Klassenerhalt zu kämpfen, setzt Höfener nun auf die Verstärkung durch die zweite Mannschaft der Eintracht. Unter anderem durch die Brüder Alexander und Christoper Klaas. Aber auch A-Jugend-Spieler Benedikt Guhlke könnte mit von der Partie sein. Höfener: "Wir müssen schauen, wie sie sich machen. Ich denke, dass es dennoch schwierig wird, zu jeder Partie mit elf Mann aufzulaufen. Wenn zwölf zum Training erscheinen, ist das schon wirklich viel."

Die Chemie muss stimmen

Trainer Höfener und auch erster Vorsitzender Peter Schlösser setzen daher auf den Faktor Kameradschaft. Beide hoffen, dass in diesem Jahr wenigstens die Chemie innerhalb der Mannschaft wieder stimmt. Im letzten Jahr habe diese nach Aussage von Schlösser eher gelitten. "Die Mannschaft muss ein Kollektiv bilden und sich wieder mit dem Verein identifizieren", so Schlösser.

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