Stadtmeisterschaft: Obercastrop mühsam ins Finale

CASTROP-RAUXEL Der erste Finalist steht fest: Der SV Wacker Obercastrop hat sich im Halbfinale der Stadtmeisterschaft im eigenen Hause mit 4:1 (1:0) gegen den FC Frohlinde durchgesetzt.

von Ruhr Nachrichten

, 30.07.2008, 22:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schimpfte an der Linie: Trainer Uwe Esser.

Schimpfte an der Linie: Trainer Uwe Esser.

Dabei spielte am Mittwochabend mehr die Disqualifikation der Spvg Schwerin (siehe eigener Bericht) eine größere Rolle als das Spiel. Das selbst plätscherte denn auch lange Zeit nur so dahin. FCF-Trainer Udo Drees hatte seiner stark ersatzgeschwächten A-Liga-Mannschaft eine starke Defensive verordnet. Der Bezirksliga-Elf aus Obercastrop behagte das lange Zeit gar nicht.

Da schimpfte auch Trainer Uwe Esser an der Linie: "Wir spielen ganz erbärmlich." Immer wieder suchten seine Burschen durch die Mitte den Erfolg und prallten gegen die Routiniers wie gegen eine Wand. Carsten Pilz und "Co." hatten alles im Griff. Bis zur 44. Minute. Da wurde André Paulinsky an der äußeren Strafraumlinie gefoult. Elfmeter und Vaidas Rocys lässt den vorher gut parierenden Torwart Peter Menneke (Betreuer Uli Gräf: "Der ist schon über 40.") zum 1:0 keine Chance. Bann gebrochen

Der Bann war gebrochen. Jetzt war klar, dass die Frohlinder ihren Riegel lockern müssen. Mit den Strategen und lange Zeit verletzten Torjägern Gregor Michulka und "Siggi" Morina war das sicherlich kein leichtes Unterfangen. Trotzdem musste erst ein kurioser Treffer von Wacker-Spieler Dirk Laudien für die Vorentscheidung sorgen. Der Ball von der linken Torauslinie mit links geschossen, rauschte zum 2:0 (55.) ins Frohlinder Netz. Selbst Schwerins Co-Trainer Peter Wach, der mit einigen BG-Spielern als Zuschauer dem nicht häufig munteren Treiben beiwohnte, wähnte das Leder im Toraus. Sprüche der gut gelaunten Akteure

Darüber hinaus musste sich der Coach wegen der Spielberechtigung um Dogan Öztürk einige Sprüche seiner gut gelaunten Akteure anhören: "Der Peter hat heute die Pappnase auf," lachten unisono die Zwillinge Thorben und David Firch. Der Unterhaltungswert auf dem Platz war nicht so hoch. Tore fielen dennoch. Das 3:0 gelang Rocys, den vierten Treffer legte Vadim Glöckner nach. Mit einem schönen Winkelschuss traf dann noch Domingos Mueka für Frohlinde zum 1:4. 

 

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