Stadtmeisterschaft: Dingen schlägt den Titelverteidiger

CASTROP-RAUXEL Der SV Dingen hat für den ersten Paukenschlag der Fußball-Stadtmeisterschaften gesorgt. Im Viertelfinale besiegten die Dingener Titelverteidiger VfB Habinghorst mit 3:2. Ebenfalls im Halbfinale sind Wacker Obercastrop und der FC Frohlinde

von Von Jürgen Weiß, Jörg Laumann und Carsten Loos

, 28.07.2008, 13:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wacker Obercastrop, hier im Spiel gegen Eintracht Ickern,  spielte sich gegen die SG Castrop ins Viertelfinale.

Wacker Obercastrop, hier im Spiel gegen Eintracht Ickern, spielte sich gegen die SG Castrop ins Viertelfinale.

Nach Blitz und Donner am Vortag hatte die Sonne am Sonntag die Umgebungs-Werte Richtung 30 Grad katapultiert. Die gefühlte Temperatur auf dem aufgeheizten Kunstrasen schien um einiges höher. Da schienen schon die Socken der Akteure zu qualmen. Die Fans suchten verstärkt die Schattenplätze auf. Mit den Spielern wollte wohl niemand tauschen. Und die mühten sich redlich. Zuerst betraten die Kicker des Veranstalters und die SG Castrop den „Thermoboden“ in der Erinkampfbahn. Hier der ausgeguckte Titelfavorit der Bezirksliga, dort der ambitionierte Kreisliga A- Aufsteiger. Die Castroper, bei denen Spieler Lars Otto Trainer Werner Hein an der Linie vertrat, vertrauten zunächst ihrer Defensive. Abtasten auf beiden Seiten.Aus der Porzellankiste Und Vorsicht schien schon in der ersten Woche bei den Titelkämpfen in der Erin-Kampfbahn die Mutter aller Prozellankisten zu sein. Viele Erstrundenspiele mussten so durch Elfmeterschießen entschieden werden. So war auch der Fußball- Spartenleiter im Stadtsportverband, Robert Mathis, auch ganz mit dem zufrieden, was da so auf dem Kunstrasen gekickt wurde. Mathis, der bis auf eine Ausnahme den Titelkämpfen in Obercastrop beiwohnte: „Es ging zwar durchweg fair zu, die Schiedsrichter haben einen guten Job getan, nur die Spiele selbst haben das Besondere vermissen lassen.“ Sicherlich bis auf den Sonntagabend. Hatten sich bis dahin alle sogenannten Favoriten durchgesetzt, gab es durch das Ausscheiden des Landesligisten und Titelverteidiger VfB Habinghorst gegen den SV Dingen die erste Sensation zu vermelden. In der spannenden Partie tat sich der Landesligist gegen den A-Ligisten von Beginn an schwer, leistete sich vor allem in der Abwehr einige Abstimmungsfehler, die auch prompt zu zwei Gegentoren führten.Kurioser Siegtreffer Der entscheidende Treffer zum 3:2-Endstand resultierte allerdings daraus, dass die Dingener nach einer Verletzung eines eigenen Spielers nicht den Ball ins Aus spielten, obwohl die Habinghorster Abwehrspieler stehengeblieben waren. Habinghorsts Trainer Dieter Beleijew ärgerte sich zwar über das nicht gerade faire Verhalten der Dingener Offensive, rügte aber auch die Abschlussschwäche seiner eigenen Spieler. „Wir hatten nach dem 2:3 noch einige gute Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben“, bilanzierte der VfB-Coach. Ihm hatte auch die allgemeine Einstellung seiner Schützlinge nicht gefallen: „Die Vorbereitung ist wohl für einige bislang zu gut gelaufen.“ Dingens Trainer Jörg Murawa war hingegen voll des Lobes für seine Elf. „Die Spieler haben alle Vorgaben zu hundert Prozent umgesetzt“, sagte er. „Ich kann vor meiner Mannschaft nur den Hut ziehen

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