SG Castrop schießt sich gegen den SV Horst-Emscher II den Frust von der Seele

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Erleichterung pur bei der SG Castrop: Die ersten drei Punkte seit Mitte September sind da. Doch gegen Horst-Emscher II war nicht alles gut, ein Spieler musste sogar vorzeitig vom Platz.

Castrop

, 03.11.2019, 19:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Schiedsrichter Rolf Rötzheim (Raesfeld) am Sonntag das Kellerduell in der Bezirksliga 9 abpfiff, rissen alle Spieler der SG Castrop die Arme in die Luft und jubelten.

Beim 5:0-Sieg zwischen dem Vorletzten und Schlusslicht SV Horst-Emscher II hatten die Gastgeber klare Kante gezeigt und verdient gewonnen. Sogar Chancen für einen noch höheren Sieg waren da gegen diesen schwachen Gegner.

Da die mit Castrop punktgleiche SG Suderwich 0:1 verloren hat beim SC Hassel, hat die SG aktuell einen Abstiegsplatz verlassen, Und es ist sogar wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, da es bis zu Teutonia SuS Waltrop nur noch vier Punkte Rückstand sind.

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Der November hat gut begonnen für die SG Castrop. Schon nach zehn Minuten hätte der Gastgeber 2:0 führen können, tat es aber nicht. Zweimal war Youssouf Joe Kourouma der „Unglücksrabe“, als er frei vor dem leeren Tor den Ball links vorbeisetzte, und wenig später mit einer akrobatischen Einlage das Spielgerät auf den Horster Querbalken legte.

In Minute 20 der dritte Hochkräter: Mit drei Mann Überzahl liefen die SG-Spieler aufs Gäste-Tor zu. Abdellatif Chergui hatte alle Optionen, spielt den Ball aber in den Fuß des einzigen Abwehrspielers.

Die einzige Torchance des SV Horst-Emscher II

Dann doch das 1:0 (26.): Kourouma scheiterte nach einem langen Westphal-Pass zwar an Keeper Markovic, den vom Torwart abprallenden Ball setzte Manuel Backes jedoch ins Netz. Glück hatte Castrop, als Sahin Tüysüz einen Schuss von der Torlinie kratzte (29.). Das blieb bis zum Schluss die einzige Torchance der „Emscherhusaren“.

Das 2:0 (31.) ging zur Hälfte auf das Konto von Backes, der mit Körpereinsatz den Ball zurückeroberte, quer auf Westphal passte, der nur einnetzen musste. Überhaupt: Was Castrops Spielertrainer Tino Westphal gegen den SV Horst-Emscher II zeigte, war top – spielerisch wie kämpferisch. Seine Pässe in die Tiefe waren eine Augenweide, die Abnehmer schlugen letztlich jedoch zu wenig Kapital aus dieser Präzision. Ein 8:0 oder 9:0 wäre möglich gewesen.

SG Castrop schießt sich gegen den SV Horst-Emscher II den Frust von der Seele

Spielertrainer Tino Westphal (rotes Trikot) schaltete und waltete im Zentrum der Castroper. © Volker Engel

Halbzeit zwei begann aufregend. Schiri Rötzheim pfiff im Fünfmeterraum einen Rückpass zum Torwart, fünf Horster Spieler plus Torwart verrammelten das Tor, Westpahl passte den Freistoß quer auf Dennis Toskai, der den Ball dann in die Mauer setzte.

Das 3:0 (54.) und 4:0 (79.) fielen nach demselben Muster: Westpahl passte in die Tiefe auf Backes, der legte den Ball quer auf Kourouma und Niklas Werner, die keine Mühe hatten, das Leder ins leere Tor zu bugsieren.

Negativer Höhepunkt der Partie für die SG Castrop

Ab der 83. Minute spielte Castrop in Unterzahl: Yassine Bellahcen sah die Gelb-Rote Karte nach einem Foulspiel. Trotzdem fiel noch das kurioseste Tor des Tages zu Castrops 5:0 (89.). Einen Backes-Schuss klärte „Emscherhusar“ Patrick Kroll an die Torlatte, von wo aus das Spielgerät auf Keeper Markovic prallte und zum Eigentor über die Linie trudelte.

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