Schwerins 5:2 macht Appetit auf mehr

CASTROP-RAUXEL Es ist nicht alles gleich Gold, was glänzt. Aber der erste Auftritt der spvg Schwerin am Grafweg ließ sich durchaus sehen. 5:2 hieß es am Ende im ersten Test des Neu-Landesligisten gegen keineswegs schlechte Gäste aus Gelsenkirchen.

von Von Marc Stommer

, 07.07.2008, 16:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Michel Fink, Neuzugang aus Kornharpen, agierte in seinem ersten Spiel für Schwerin im zentralen Mittelfeld.

Michel Fink, Neuzugang aus Kornharpen, agierte in seinem ersten Spiel für Schwerin im zentralen Mittelfeld.

Der SW Buer-Bülse, Bezirksliga-Aufsteiger, hielt lange und energisch dagegen, so dass bei Schwerins Trainer Helmut Schulz schon ein paar Sorgenfalten auf die Stirn traten. Nicht wegen der schlechten Leistung seiner Elf, sondern aufgrund der teilweise etwas übereifrigen und rüden Spielweise des Gegners. Verletzungen in der Vorbereitung sind für jeden Trainer ein Graus.

Dabei hatte Schulz zu Beginn der Partie noch geäußert: "Das ist Labsal für meine geschundene Trainerseele. Endlich einmal ein Spiel, bei dem ich keinen Druck verspüre. Das Ergebnis ist mir eigentlich völlig egal." Als es langsam zu robust zur Sache ging, mischte sich dann auch Schulz ein und wies sein Gegenüber aus Bülse, der wie ein HB-Männchen an der Seitenlinie agierte, in die Schranken. In Halbzeit zwei ging es dann wieder ruhiger zur Sache.

Neuzugänge mit starkem Eindruck

Viel zu erwarten war von dem bunt zusammen gewürfelten Haufen, der sich da auf dem Schweriner Berg tummelte, ja nun wirklich nicht. Um so erstaunlicher, dass die etwa 50 Zuschauer temporeichen und auch gut anzuschauenden Kombinationsfußball zu sehen bekamen. Natürlich ließ die Abstimmung in der Defensive noch zu wünschen übrig. Aber, was gerade die Neuzugänge wie Ioannis Tsotoulidis (TuS Eving) und Dennis Hasecke in der Offensive praktizierten, macht Appetit auf mehr.

Auch Michel Fink (Kornharpen) kann zu einer echten Bereicherung werden, denn immerhin hat er mit geschätzten 1,90 Metern Körpergröße Gardemaß für die Landesliga, ist kopfballstark und technisch versiert. Allerdings fand er im ersten Test noch nicht so recht die Bindung zum Spiel, ließ sich teilweise weit ins Mittelfeld zurück fallen.

Caki war "heiß auf die Kugel"

Dass man sich im Mittelfeld richtig wohl fühlen kann, bewies Ahmet Caki nach seiner Einwechselung zur Pause. Seinen Mittelfußbruch hat der Ballkünstler immer noch nicht wirklich auskuriert, aber der Mann war "heiß auf die Kugel". "Den kannst du nicht mehr halten", gab Schulz schließlich auf und wechselte Caki ein. Der übertrieb prompt mit Kunststückchen und unnötigen Eins-gegen-eins-Situationen, aber: Es macht einfach Spaß, ihm zuzuschauen. Wie der ganzen Truppe, die scheinbar auf einem guten Weg ist.

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